 |


|
 |
 |
 |
Area 47
Der neue Outdoor-Park in Österreich
Ein Meilenstein für das Ötztal Dass die Alpen im Sommer nicht sexy seien, ist eine These, die schon seit Jahren überholt ist. Nicht zuletzt die Attraktivierung solcher Regionen wie Serfaus-Fiss-Ladis oder die seit sechs Jahren erfolgreich operierende Tirol Therme Aqua Dome in Längenfeld sind Beispiele einer gelungenen Belebung des Sommer-Alpentourismus. Nun soll der Aqua Dome im 65 Kilometer langen Ötztal Verstärkung bekommen: Fährt man von der Therme aus etwa 24 Kilometer auf der Tiroler-Bundesstraße Richtung Süden, so landet man seit Mai diesen Jahres auf der Abenteuer-Spielwiese Area 47 (wir berichteten in EAP 1/2010). Mit dieser soll im eher für seine Wintersportgebiete und -angebote bekannten Ötztal ein weiterer Meilenstein für den Sommertourismus gesetzt werden (…). Die für ihr Potenzial an Outdoor-Aktivitäten wie Rafting, Skifahren und Mountainbiking bekannte Tiroler Region mit den umliegenden Ortschaften Haiming, Sölden, Sautens und Roppen eröffnete nach achtmonatiger Bauzeit am Pfingstwochenende mit etwa 16.000 Besuchern das bisher in Europa einzigartige Outdoor-Erlebnis Area 47.
Die Area In der Area 47 soll quasi „alles“ möglich sein, was an Freizeitaktivitäten geht. Dabei nutzt der Outdoor-Spielplatz hervorragend die Gegebenheiten seines Standortes, umgeben von einem Naturschutzgebiet. In direkter Lage am Ufer der Ötztaler Ache können die Action liebenden Besucher Rafting-, Kayaking- oder Floß-Touren auf der Ache oder dem Inn unternehmen. Canyoning, das Begehen von Schluchten durch Klettern, Abseilen oder Springen gehört ebenfalls zum Angebot. In der „Climbing Area“ kommen Kletterfreunde voll auf ihre Kosten. Am Brückenpfeiler der Ötztaler Achbrücke an der Bundesstraße kann an der laut Area-Website mit 27 Metern Höhe größten künstlichen Kletterwand Österreichs, geliefert von der Firma Sintroc, geklettert werden, was das Zeug hält. Direkt unter der Brücke ist der Hochseilgarten „Air Trail“ (27 Meter hoch) zu finden. Die so genannte „Mega Swing“, eine Art Schaukel, in der es sich mit Pendelbewegungen von Brückenpfeiler zu Brückenpfeiler schwingen lässt und die „Flying Fox“, eine 350 Meter lange Speed-Seilrutsche, sorgen für den absoluten Adrenalinschub. Diese drei Attraktionen wurden von der Tiroler Firma Adventure-Company Hofer GesmbH geliefert.
Highlight: Water Area Wer nach diesem Kletter-Parcours immer noch Kraft genug hat, der wird sich in der 20.000 Quadratmeter großen „Water Area“, dem Highlight der Area 47, am richtigen Platz finden. Ein 7.000 Quadratmeter großer künstlicher Badesee mit rund 2.000 Liegeplätzen wurde auf dem Gelände des Wasserbereichs angelegt. Auch hier gibt es unendliche Möglichkeiten, sich auszuprobieren und seinen Mut zu beweisen. Die Hauptattraktion ist zweifellos der Wasserrutschen-Park. Etwa 75 Tonnen Stahl wurden hier von den Konstrukteuren verbaut. Ein kombinierter Sprung- und Rutschenturm mit einer Höhe von 20 Metern wurde vom Hersteller Wiegand Maelzer aus Rasdorf geliefert. Am Ufer des Badesees errichtete der Edelstahl-Spezialist, mit den Landebecken parallel zum See laufend, insgesamt fünf Wasserrutschen sowohl für Rutschenprofis als auch für -anfänger und eine weitere, nicht an dem Turm angeschlossene Attraktion. Hierbei handelt es sich um eine so genannte Cannonball-Anlage, die erste in Österreich installierte ihrer Art. In dieser „Wasserkanone“ wird der Badegast mit 1,5 bar Druck in einem Strahl mit einem Kubikmeter Wasser bis zu neun Meter weit in den See geschossen.
Für jüngere und ungeübte Badegäste stehen im unteren Bereich des Rutschenturmes auf einer Starthöhe von 3,50 Meter eine etwa 27 Meter lange Kinderrutsche sowie auf 5,50 Meter eine 31 Meter lange Breitwellenrutsche bereit. Eine Etage höher, in 11,50 Meter Höhe, befindet sich der Start einer 64 Meter langen Kamikaze-Rutsche mit 270 Grad High Speed-Kreisel. Wer mit voller Geschwindigkeit in den Kreisel hineinrutscht, wird mit Sicherheit einiges an G-Kräften erfahren. Weiter oben, in einer Höhe von 15,50 Meter, liegt der Start einer Großwasserrutsche mit insgesamt etwa 140 Metern Länge. Nach 100 Metern Kurvenwechsel geht es über einen Mega-Jump, der sozusagen als „Turbolader“ dient, hinunter in das Auslaufbecken. Für den größten Nervenkitzel dürfte wohl eine in 20 Metern Höhe startende, 53 Meter lange Free Fall-Rutsche sorgen. „Augen zu und runter“ heißt es bei dieser mit 60 Grad-Gefälle fast senkrecht angebrachten Attraktion, in der die Rutschenden bis auf 80 km/h beschleunigen. Hierbei ist es wichtig sich an die Rutschanweisungen – Arme auf der Brust kreuzen und Beine zusammen – zu halten, bis der Sicherheitsauslauf erreicht ist. Adrenalin pur!
Wie bereits erwähnt, ist der Rutschenturm an der Seite zusätzlich mit einer Sprunganlage ausgestattet. Doch auch hierbei handelt es sich längst nicht um eine „0815“-Attraktion. Während zwei Sprungbretter in zwei und fünf Metern Höhe noch fest am Turm installiert sind, geht es ab zehn Metern auf einer hydraulisch betriebenen, höhenverstellbaren Plattform nach oben. So kann die Sprunghöhe ab zehn Meter aufwärts frei gewählt werden. Jedoch ist der Sprungbereich über 20 Meter aus Sicherheitsgründen für Profis, die den Park als Trainingsgelände nutzen können, reserviert. Damit dabei nichts passieren kann, wurde der See im Sprungbereich auf sieben Meter Tiefe ausgebaggert. Die Rutschen des deutschen Herstellers sind ausschließlich aus hochwertigem Stahl und Edelstahl gefertigt und somit fugen- und wartungsfrei. „Im Outdoorbereich ist es das Größte, was unsere Firma bislang an Wasserattraktionen gebaut hat!“, erklärt Thomas Schmitt, Projektleiter der Firma Wiegand Maelzer, stolz zu diesem Projekt der Superlative.
Doch damit nicht genug! Neben dem Sprung- und Rutschenturm bietet die Water Area ihren Besuchern zahlreiche weitere Attraktionen. Zum Beispiel die Wasserschanzen für Snowboarder, Freeskier und BMX-Fahrer. Womit früher noch auf Skipisten oder in Halfpipes gefahren wurde, wird in der Area 47 direkt ins kühle Nass des Badesees gesprungen, Verletzungsgefahr durch spezielle Technik ausgeschlossen.
(…)
Der Initiator und Investor Hans Neuner zeigt sich zufrieden. Sein über Jahre geplantes, 14 Mio. Euro teures Projekt, dessen Hauptinvestoren die Bergbahnen Sölden und die Brauerei Stiegl mit den Projektpartnern Red Bull, Adidas und KTM sind, ist erfolgversprechend. Die Kombination des Angebotes von Action & Fun mit einem nachhaltigen Energiekonzept mit Solarenergie- und Erdgasnutzung sowie biologischer Wasseraufbereitung machen die Area 47 zu einem echten Nischenprodukt.
www.area47.at
Den kompletten Beitrag können Sie in der Printausgabe von EAP Heft 4/2010 lesen.
|
 |
 |
 |
|
 |