Stress abbauen, Wohlbefinden und Gesundheit stärken

Back to the Roots … und: Wald tut gut!

Wann waren Sie das letzte Mal im Wald? Manchmal, so scheint es, sehen wir vor lauter Hightech die Bäume nicht mehr. Es ist zwar ein müder Gemeinplatz und dennoch stimmt er heutzutage mehr denn je: Wald eignet sich so nachhaltig zum Abschalten und Auftanken wie kaum eine andere Umgebung. Dort die Seele baumeln lassen. Entschleunigen (schon wieder so ein Allerweltswort). Aktive Ruhe beim Waldspaziergang genießen. Richtig: Wald tut gut!

Zu diesem weiten Thema sind aktuell zahlreiche Bücher erschienen – was entsprechende Bedürfnisse und Sehnsüchte spiegelt! Eines, das mir besonders zusagt – reich und farbig bebildert und munter layoutet –, hat mich zu diesen Zeilen motiviert, es heißt „Wald tut gut – Stress abbauen, Wohlbefinden und Gesundheit stärken“. Manche Zeitgenossin mag sich beim Gang durch den Wald als Waldfee fühlen, mancher Zeitgenosse als Robin Hood. Alles in Ordnung. Der Wald regt an, macht kreativ, verführt zum Träumen – ohne Hightech. Das erwähnte Buch lässt uns eintauchen in das unglaublich vielfältige Waldgeschehen und Wald-Feeling. Viel faktenbelegtes Wissen wird en passant vermittelt. Waldscheue werden mit (hinein) gezogen und dürfen hernach zerknirscht sein darüber, was ihnen Jahre, möglicherweise Jahrzehnte durchs Waldmeiden entgangen ist.

Warum – so werden Sie sich zurecht fragen –, erfolgt hier mittels der Buchempfehlung ein Plädoyer für den Wald (auch im Freizeitpark)? Die Gründe hierfür sind verschieden und zahlreich – einige seien genannt: (1) Vermutlich sind wir Mitteleuropäer weitaus eher verdenn entspannt – ergo: Wald tut gut. (2) Das Potenzial des Waldes im Kontext Freizeit(park) und Erholung wird – so scheint es mir – eher selten reflektiert und gezielt genutzt. Das empfohlene Buch bietet neben kompaktem Wissen eine Vielzahl Anregungen, Vorschläge, Übungen etc., was man(n)/frau/kind alles im Wald erforschen und erleben kann, sofern hierzu intelligent aufbereitete Hinweise/Hilfen und Manpower (Wald-Ranger z.B.) zur Verfügung stehen. Hochseilgärten und Ziplines sind bereits zahlreich und erfolgreich umgesetzte Möglichkeiten im Kontext Wald …

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(4) Eine Reihe Freizeitparks frönen ähnlich Rummelplätzen (wenn auch nicht so laut) leider teilweise noch dem Gedudel der Mainstream-Charts, die sich aus dem Radio täglich über uns ergießen und oft als schlichtweg nervig empfunden werden. Eine Art akustischer Umweltverschmutzung, der man(n)/frau mehr und mehr zu entfliehen sucht! Wohin: in den Wald, der gut tut!

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Aber gleichzeitig verfügen eine Reihe Freizeitparks über bereits erworbene Ergänzungsflächen, die brach liegen, ehe sie (irgendwann) im Zuge einer Erweiterung genutzt werden sollen. Warum nicht jetzt – im Herbst– Teile dieser brachliegenden Ergänzungsflächen gezielt (und dicht) aufforsten für künftigen gewaldigen Mehrwert im Interesse der Besucher. Die Investition hierfür ist vergleichsweise gering und: Je stressiger der Alltag der Menschen gerade in den größeren Städten wird, desto sehnsüchtiger werden diese Menschen (waldige) Entschleunigungszonen begehren … auch im Freizeitpark! Vergleichbar der Tagesflucht am Wochenende aus der Großstadt in ruhespendende Umgebung der „Metropolen“. […] (GF)

Lesen Sie die komplette Rezension in EAP-Ausgabe 5/2019.

Karin Greiner & Martin Kiem: Wald tut gut! Stress abbauen, Wohlbefinden und Gesundheit stärken. Aarau: AT Verlag 2019