01.12.2021

Deutschland: Ein Hauch Südamerika in Hamburg – Miniatur Wunderland eröffnet Rio-Abschnitt

Deutschland: Ein Hauch Südamerika in Hamburg – Miniatur Wunderland eröffnet Rio-Abschnitt

Heute war es soweit und das Miniatur Wunderland in Hamburg eröffnete mit dem Bereich „Rio de Janeiro“ den Abschnitt im neuen Gebäudeteil Speicherblock L. Für Miniatur Wunderland- Mitgründer Frederik Braun bedeutet der neue Bereich erst den Anfang: „Wir haben vier Jahre unter widrigen Bedingungen an diesem kleinen fantastischen Abschnitt gebaut. Aber für uns fühlt es sich nicht so an, als ob wir nun fertig sind, sondern vielmehr, als ob es jetzt erst richtig losgeht. Mit den zusätzlichen 3.000 Quadratmetern haben wir nun Platz, uns für mindestens zehn Jahre kreativ auszutoben und noch viele weitere fantastische Welten zu bauen.“

Über eine Brücke wurden die beiden Speichergebäude des Wunderlands miteinander verbunden – diese ist nun Schauplatz der Sonderausstellung „Die Welt von oben“, die Gäste während des Überquerens bewundern können. „Es ist über ein Jahrzehnt her, dass wir das erste Mal mit der HHLA über unsere Ausbauträumereien gesprochen haben. Daraus ist die verrückte Idee mit der Brücke entstanden, die kleine Züge und Menschen über das Fleet in eine neue Welt führt. Dass diese Vision nun Wirklichkeit geworden ist, fühlt sich für mich noch ganz unwirklich an und ist einfach nur wunderschön“, erklärt Gerrit Braun.

In den vier Jahren Entwicklungszeit erarbeiteten die Modellbauer des Wunderlands gemeinsam mit der Modellbaufamilie Martinez aus Argentinien die brasilianische Stadt an der Copa Cabana im Kleinformat. „Wir haben die Familie Martinez vor vier Jahren in New York kennengelernt und schon Momente später war die verrückte Idee entstanden, Südamerika gemeinsam mit Südamerikanern zum Teil in Südamerika zu bauen. Offensichtlich gibt es so etwas wie Seelenverwandtschaft, denn das Gefühl, dass wir ähnlich liebevoll, nerdig, verrückt ticken und mit ganzem Herzen für die Sache brennen, haben wir im ersten Moment gefühlt und mussten in vier Jahren kein einziges Mal daran zweifeln. Es war ein großes Abenteuer, gerade auch wegen Corona. Aber wenn man nun vor Rio steht, merkt man sofort, dass diese Co-Produktion etwas fantastisch Einmaliges erschaffen hat – eine wahrhaft neue Welt“, schildert Frederik Braun. In das 46 Quadratmeter große Areal wurden insgesamt rund 60.000 Arbeitsstunden und knapp 1,5 Mio. Euro investiert. 2022 sollen weitere Areale des neuen Speichers für Besucher zugänglich werden – geplant sind ein kleines Kino und eine kleine Gastronomie sowie das VR-Erlebnis „Yullbe“, dass das Wunderland gemeinsam mit Mack NeXT realisiert (vgl. EAP-News v. 7.5.21). In der Entwicklung des Südamerika-Areals folgen 2022/2023 der Patagonien- und Antarktis-Abschnitt, 2024 der Amazonasregenwald und die Anden sowie 2025 die Karibik. (eap)

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