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22.03.2009

New York / USA: Droht Six Flags die Insolvenz?

Dramatische Zuspitzung um die weitere Zukunft der Six Flags-Gruppe: Hintergrund ist die im Laufe des Jahres zu erfolgende Zahlung von 300 Mio. US-Dollar an Inhaber von Six Flags-Vorzugsaktien, wofür Six Flags das Geld fehlt. Seit Monaten laufen intern bereits Diskussionen um Restrukturierungen, um auf diese Weise deutlich Kosten sparen zu können. Im vierten Quartal 2008 hat das 1961 gegründete Unternehmen 206 Mio. US-Dollar Verlust gemacht. Laut „New York Times“ vom 14. März hat Six Flags sowohl die Investmentbank Houlihan Lokey als Berater für die Restrukturierung als auch die bekannte Rechtsanwaltskanzlei Paul Hastings für die Vorbereitung eines möglicherweise notwendigen Insolvenzantrages nach Chapter 11 angeheuert. Die Aktie von Six Flags hat im September 2008 die magische Marke von einem Dollar unterschritten (und wurde somit zum Penny Stock!) und in den letzten Tagen noch weiter deutlich an Wert verloren – der Schlusskurs an der NYSE lag am 13.3. nach einem Tagesverlust von rund 16 Prozent bei mickrigen 0,16 US-Dollar. In letzter Zeit hatte Six Flags seine Aktivitäten im Zuge des globalen „Rattenrennens“ über die USA hinaus nach Dubai und Katar ausgedehnt. Wie es im Falle einer Insolvenz mit den dortigen Aktivitäten weitergehen könnte, bleibt abzuwarten; zumal die dortigen Investoren im Zuge der weltweiten Finanzkrise selbst heftig unter Druck geraten sind. Die „New York Times“ fragt in ihrem erwähnten Beitrag bitter-zynisch: Würden Eltern ihre Kinder in einem insolventen Freizeitpark Achterbahn fahren lassen …?! – Six Flags besitzt über ihre Tochtergesellschaften 20 Parks in den USA, Mexiko und Kanada. (eap)