Nachrichten
25.03.2008

Häagen-Dazs sponsert Erforschung des Bienensterbens

Nach Angaben von „Spiegel Online“ sponsert der amerikanische Eiscreme-Hersteller mit rund 200.000 Euro die Erforschung des mysteriösen Bienensterbens in den USA. Im vergangenen Jahr sind rund 25 Prozent der Bienenvölker in den USA an einer noch rätselhaften Krankheit zugrunde gegangen. Häagen-Dazs sieht durch diese Entwicklung sein Eisgeschäft insofern gefährdet, dass infolge des Bienensterbens die benötigten Mengen an Früchten und Nüssen ausbleiben, weil die Bestäubung der Blüten durch die Bienen ausbleibt. Man bedenke dabei: Rund Dreiviertel aller Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen! – Seit Monaten werfen Wissenschaftler immer neue Hypothesen für das Bienensterben in den Raum: So wird auf Pflanzenschutzmittel verwiesen, die das Nervensystem der Bienen beeinträchtigen, auf vireninfizierte Bienenimporte aus Australien, aber auch der Handystrahlung wird als Ursache nachgegangen wie auch dem Einfluss genmanipulierter Pflanzen. In Mitteleuropa ist gleichfalls ein deutliches Bienensterben zu verzeichnen. Demnach sind bereits im Jahre 2006 in der Schweiz nach Experten-Schätzungen rund 20 bis 30 Prozent des Bienenbestandes eingegangen. Nach Angaben von „agrarheute.com“ starben 2007 in Deutschland ca. 30 Prozent der Bienenvölker – als maßgebliche Ursache wird hierzulande die durch milde Winter geförderte Ausbreitung der Varroa-Milbe angesehen. Hingewiesen wird gleichzeitig auf fehlende Nahrungsvielfalt und eine geschwächte Widerstandskraft des Organismus der Bienen. (eap)