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18.10.2007

Amphibiensterben: Zoos starten weltweite Kampagne

Auch in diesem Jahr war das zentrale Thema der 62. Jahreskonferenz der Weltorganisation der Zoos und Aquarien (WAZA), die 2006 im Zoo Leipzig und in diesem Jahr in Budapest stattfand, die Amphibienkrise. Es wird damit gerechnet, dass in naher Zukunft bis zu 50 Prozent der weltweit existierenden Amphibienarten aussterben werden – das größte Massensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Mehr als 200 Teilnehmern aus der ganzen Welt haben sich auf der Jahreskonferenz mit diesem Thema auseinandergesetzt. Als Antwort auf den immensen Artenverlust und als Teil des umfassenden Amphibian Conservation Action Plan (ACAP) hat die WAZA zusammen mit der Umweltorganisation der Vereinten Nationen IUCN die Amphibian Ark gegründet, die ein kurzfristiges ex situ-Management der vom Aussterben bedrohten Arten entwickelt und koordiniert, um das langfristige Überleben der verschiedenen Amphibienarten zu sichern. Auch dem Zoo Leipzig ist es ein großes Anliegen, die Artenschutzbemühungen zu unterstützen. Zoodirektor Dr. Jörg Junhold hat als bestehendes und auf der Tagung in Budapest wiedergewähltes Mitglied des WAZA-Vorstandes (mit 85 Prozent) intensiv an der Initialisierung der Amphibian Ark mitgearbeitet. Als Vorsitzender des Marketingkomitees des Weltzooverbandes (WAZA) ist er Mitinitiator der Marketingkampagne „Jahr des Frosches 2008“ und hat dafür Anfang 2007 die weltweite Koordination übernommen. „Die zentrale Aufgabe der Zoos in der Welt ist der Artenschutz. Nur durch die globale Zusammenarbeit aller Zoos kann es gelingen, das Aussterben bedrohter Arten zu verhindern bzw. ein Stück weit einzudämmen. Die globale Kampagne >Jahr des Frosches 2008< ist die erste weltweit koordinierte Kampagne der Zoogemeinschaft überhaupt und soll neben der öffentlichen Aufmerksamkeit die enorme Spendensumme von 50 Mio. US$ einbringen. Es ist unsere Pflicht etwas für die nachhaltige Entwicklung der Natur zu leisten und es ist selbstverständlich, dass sich der Zoo Leipzig an der weltweiten Kampagne >Jahr des Frosches 2008< und darüber hinaus engagiert“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. (eap)