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05.09.2005

VDFU setzt auf CDU/CSU-Fraktion

Mit großem und beharrlichem Engagement ist es dem VDFU als Interessenvertreter der deutschen Freizeitparks und Freizeitunternehmen gelungen, Bundestagsabgeordnete für die Anliegen deutscher Freizeitparks zu sensibilisieren. In einer im Frühjahr von der CDU/CSU-Fraktion eingebrachten "Großen Anfrage an den Deutschen Bundestag" sieht sich die rot-grüne Regierung mit einer Reihe Problemen und Fragestellungen konfrontiert, die mit der beliebten Vogel-Strauß-Haltung nicht aus der Welt zu schaffen sind und deshalb von der Regierung bis Ende November zu beantworten wären ... wäre da nicht die überraschend angesetzte Bundestagsneuwahl im September. Dennoch: Unabhängig davon liegen die Fragen jetzt "auf dem Tisch", und die Politik muss sich ihnen stellen. Die von Angela Merkel und Michael Glos unterzeichnete "Große Anfrage" umfasst einen 53 Fragen umfassenden Katalog, in dem Versäumnisse der rot-grünen Regierung in Bezug auf die Freizeitwirtschaft politisch elegant angesprochen werden. Deutlicher noch im Vorspann zum Fragenkatalog, wo die CDU/CSU-Fraktion die verzerrte Wettbewerbssituation für deutsche Freizeitparks und Freizeitunternehmen konkret anspricht - wir zitieren auszugsweise: "Die meisten deutschen Freizeit- und Erlebnisparks sind mittelständisch strukturiert und werden als Familienunternehmen geführt. Sie sehen sich mit zunehmenden Wettbewerbsverzerrungen in Deutschland sowie insbesondere gegenüber europäischen Nachbarländern konfrontiert. Zur mit öffentlichen Mitteln bzw. Bürgschaften geförderten Konkurrenz zählen Freizeitanlagen, große Erlebnisparks mit Fahrgeschäften wie z.B. der mittlerweile in Konkurs gegangene Space-Park in Bremen und andere regionale Prestigeobjekte sowie auch Bundes- und Landesgartenschauen. Teilweise kommt es aufgrund von Fehleinschätzungen der Besucherzahlen dabei nicht nur zu Fehlinvestitionen unter Verschwendung öffentlicher Mittel, sondern vereinzelt auch zu unrealistisch niedrigen Preisen, die den bereits bestehenden privatwirtschaftlichen Freizeitparks Kundschaft entziehen. Weiterhin können viele ausländische Parkbetreiber in Nachbarländern von reduzierten Mehrwertsteuersätzen sowie Subventionen und öffentlichen Mitteln bei der Errichtung neuer Parks profitieren. (...) Bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen könnte das Potenzial für eine Steigerung der Besucherzahlen besser als bisher ausgeschöpft werden: So hat in Deutschland bisher nicht einmal jeder zweite Einwohner je einen Park besucht, während in den USA im Durchschnitt jeder Einwohner mindestens einmal pro Jahr einen Freizeitpark besucht."

Mit dieser Anfrage ist es dem VDFU gelungen, sämtlichen im Bundestag vertretenen Parteien die von der Politik zu verantwortende Schieflage hinsichtlich der Rahmenbedingungen für die deutsche Freizeitwirtschaft bewusst zu machen. Der VDFU als Interessenvertreter der deutschen Freizeitwirtschaft hat damit mindestens einen "Fuß in die politische Tür" bekommen. Nach der Bundestagswahl wird der VDFU mit aller Vehemenz weiter an seinem Ziel arbeiten, auf politischer Ebene deutlich verbesserte Rahmenbedingungen für die deutsche Freizeitwirtschaft zu erreichen. Die ersten Schritte dafür sind getan - auch wenn es momentan eher nach "zwei Schritt vor, einer zurück" ausschaut, denn mit einem neu gewählten deutschen Bundestag fängt möglicherweise alles wieder (fast) von vorn an. Über den Fortgang des Verfahrens werden wir selbstverständlich weiter berichten.

Den kompletten Text der "Großen Anfrage" an den Deutschen Bundestag finden Sie hier als PDF-Format.