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23.10.2020

Belgien: Regierung beschließt sofortige Schließung von Vergnügungsparks für mindestens einen Monat

Nachdem gestern das Beratungskomitee zur aktuellen Corona-Lage im Land getagt hatte, hat die belgische Regierung während einer Pressekonferenz heute Morgen u.a. die sofortige Schließung aller Vergnügungsparks bis mind. zum 19. November dieses Jahres verkündet, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Laut Elio Di Rupo (Ministerpräsident der Region Wallonie) wurde diese Entscheidung getroffen, um jegliche Ansammlung von Menschen sowie Interaktionen unter ihnen zu vermeiden.

Andererseits teilten die belgischen Behörden mit, dass Zoos und Tierparks von den neuen Maßnahmen nicht betroffen seien und weiterhin geöffnet bleiben könnten. Di Rupo erklärt: „Wir glauben, dass die Menschen im Freien Social Distancing respektieren können, während sie gleichzeitig einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Situation ist erträglich. Dennoch müssen alle Indoor-Bereiche geschlossen werden, und der Verkauf von Getränken und Lebensmitteln ist bis auf weiteres nicht mehr erlaubt. Wir wollen vermeiden, dass Menschen nah zusammen kommen.“

Zu Regelungen für Bäder und Wasserparks wurden bislang keine Informationen veröffentlicht, sodass diese bis auf weiteres berechtigt sind, Gäste zu empfangen.

Zu den von der Schließungsanordnung betroffenen Freizeitparks zählen Walibi Belgium, Plopsaland De Panne, Bellewaerde und Bobbejaanland. Die meisten dieser Anlagen sollten bis zum Ende der Herbstferien in der ersten Novemberwoche geöffnet bleiben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung hatten alle Parks ihre Website bereits aktualisiert und kündigen an, dass sie im Frühjahr 2021 erneut ihre Tore öffnen werden. Einzige Ausnahme ist Plopsaland – der Themenpark möchte seine Besucher auch während der Winterzeit willkommen heißen. (eap)