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17.06.2022

Frankreich: „D-Day Experience“ – Lokales Geschichtsmuseum ist heute populäre Besucherattraktion

Das in Saint-Côme-du-Mont in der Normandie beheimatete Geschichtsmuseum Dead Man’s Corner bzw. D-Day Experience, welches sich den historischen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs mit Schwerpunkt auf der Schlacht um Carentan (8.-15. Juni 1944) widmet, hat sein Angebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und modernisiert, mit dem Ziel, Besuchern das Wissen um die Geschehnisse auf der französischen Halbinsel Cotentin und den „D-Day“ (6. Juni 1944) auf moderne und einprägsame Art und Weise zu vermitteln.

Während das Museum Dead Man’s Corner als historisches Gebäude (damaliges Hauptquartier zunächst deutscher und später amerikanischer Fallschirmjäger) eine umfassende Sammlung von Artefakten beherbergt, sind mit Installationen wie dem 2015 eröffneten, „D-Day Experience“ genannten 4D Dynamic Flight Simulator (von CL Corp., Division von Triotech) neue Angebote hinzugekommen, die Gäste auf mitreißende Art und Weise in die damalige Zeit zurück versetzen und sie die Perspektive der Armeebediensteten einnehmen lassen. Ein Flugzeug des Typs „C-47“ aus dem Jahr 1943 ist auf einer pneumatischen Zylinderplattform installiert, die Trägerarme wurden zur besseren Beweglichkeit in drei Dimensionen vom Rumpf abmontiert. Gäste betreten also tatsächlich einen Flieger aus der damaligen Zeit, in welchem sie – dank entsprechender Medieninhalte und Spezialeffekte, zusätzlich zur Bewegungssimulation – den Flug der Soldaten in die französische Normandie nacherleben können. „[…] Dieses Projekt, bei dem ein echtes Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg integriert wurde, war eine komplexe technische Herausforderung. Wir sind stolz auf dieses Edutainment-Erlebnis, das Besucher aller Altersgruppen anzieht und sie Geschichte aus der Ich-Perspektive erleben lässt“, erklärt Christophe Lucchini, Managing Director der zu Triotech gehörenden CL Corp.-Division.

Dass derartige immersive Education-Attraktionen beliebt sind, verdeutlicht auch die nun kürzlich überschrittene Marke von 750.000 Gästen, die den Simulator seit seiner Eröffnung 2015 nun genutzt haben. Museumsdirektor Emmanuel Allain äußert zufrieden: „[…]Das immersive Fahrgeschäft hat den wesentlichen Unterschied ausgemacht, denn wir wurden von einem kleinen lokalen Museum zu einer Attraktion, die man gesehen haben muss. Und die Besucherzahlen sprechen für sich.“

Im Jahr 2019 erweiterte das Museum sein Angebot um eine weitere medienbasierte Attraktion in Form eines 3D-Theaters, in welchem ein über 30 Minuten langer Film zu sehen ist, der Zuschauer in die Fußstapfen der Alliierten treten lässt. Ebenso gibt es seitdem eine 500 Quadratmeter einnehmende Dauerausstellung, die die Wissenslandschaft des Geschichtsmuseums abrundet. Von ursprünglich 21.000 Besuchern jährlich entwickelte sich die Destination zu einer populären Besucherattraktion weit über die Region hinaus mit heute rund 190.000 Gästen im Jahr. (eap)