Nachrichten
13.02.2020

Deutschland: Zoo Rostock plant neues Robbengehege

Der Zoo Rostock, der aktuell rund 4.200 Tiere aus 430 verschiedenen Arten aller Kontinente beheimatet, zählt mit 650.000 Besuchern in 2019 zu den beliebtesten Familienausflugszielen an der Ostsee. Laut Zoodirektor Udo Nagel wird das zoologische Unternehmen auch in diesem Jahr in die Modernisierung der Tiergehege und den Ausbau der Infrastruktur investieren, um die artgerechte Haltung der „Zoo-Bewohner“ weiterhin zu verbessern. 2020 und 2021 ist neben der Eröffnung der „Sichlervoliere“ und der Rekonstruktion und Erweiterung der Luchsanlage auch der Neubau der Robbenanlage geplant. „[…] Diese Anlage mit einer Größe von 2.500 Quadratmetern und einem großen Ausstellungsbereich und einer überdachten Besuchertribüne wird die vorhandene Robbenanlage im Westteil des Zoos ersetzen. Der Baubeginn ist für Anfang 2021 geplant“, erklärt Robert Maaß, Projektleiter.

Antje Angeli, Zookuratorin, erläutert den Aufbau der Anlage: „Wir bauen für unsere zurzeit vier Seehunde und fünf Südafrikanischen Seebären. Die Tieranlagen bestehen jeweils aus einem Wasserbecken, einem Landteil und Absperrgehege. Künftig können dort auf jeder Anlage sechs erwachsene Tiere mit ihrem Nachwuchs leben. Dabei legen wir viel Wert auf eine Ressourcen schonende Filteranlage, die die Wasserqualität optimiert und unseren Besuchern spannende Unterwassereinsichten ermöglicht.“ Kleine Inseln und Kletterfelsen sowie die großzügigen Wasserflächen werden Besuchern die Möglichkeit bieten, die Tiere in verschiedenen Umgebungen zu beobachten. Neben dem neuen Robbengehege soll zudem eine Dauerausstellung entstehen, die über die großen Meeresströmungen und die Meeressäuger in der Ostsee sowie deren Schutzzonen informieren und aufklären soll. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund sieben Mio. Euro, 80 Prozent der förderfähigen Kosten werden vom Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern getragen. (eap)