27.10.2026

† Nachruf: Christian Reverchon im Alter von 97 Jahren verstorben

† Nachruf: Christian Reverchon im Alter von 97 Jahren verstorben

Christian Reverchon ist im Alter von 97 Jahren verstorben.

(eap) Im Jahr 1952 trat er dem von seinem Vater gegründeten Familienunternehmen SAMC-Avia Reverchon bei und wirkte dort bis ins hohe Alter: Christian Reverchon, Sohn des Firmengründers Gaston Reverchon, ist am 22. Oktober 2026 im Alter von 97 Jahren verstorben. Die globale Freizeitindustrie trauert mit seiner Familie, Kollegen und Freunden um einen Menschen, der sowohl erfolgreicher Unternehmer, als auch ein eng mit seiner Familie verbundener Mensch, Vater, Groß- und Urgroßvater war.

Im Alter von 23 Jahren übernahm Christian Reverchon als gelernter Karosseriebauer Verantwortung für die Entwicklung und Produktion von Autoscooter-Fahrzeugen im Familienbetrieb. Seine Neugierde und Entdeckungslust führten ihn auf Reisen durch Osteuropa und die Vereinigten Staaten, während derer er die Lieferung von Fahrgeschäften an Schaustellerbetriebe koordinierte.

Zu den Autoscootern kamen weitere Kinder-Attraktionen hinzu, ebenso wie die transportablen „Himalaya“-Rides (ein Reverchon-eigenes Produkt der Art „Musik Express“). In den 70er Jahren erweiterte Christian das Produktportfolio um den ersten Flume Ride, der speziell für einen Freizeitpark entwickelt worden war und im französischen Parc Bagatelle eröffnete. Gemeinsam mit seinem Sohn Gilles arbeitete Christian Reverchon an einem weiteren neuen Fahrgeschäftetyp, dem „Matterhorn“. Über die Jahre folgten weitere Innovationen, die ihren Höhepunkt im „Spinning Coaster“-Modell fanden. [Anm. d. Red.: Als einer der Pioniere der Freizeitindustrie in der Entwicklung von Fahrgeschäften sprachen wir mit Christian Reverchon im Jahr 2023 über die Meilensteine der Firmengeschichte. Lesen Sie das vollständige Interview in EAP 2/2023.]

Die Geschicke des Familienunternehmens werden heute von Nicolas Reverchon sowie seinen Schwestern Alexa und Jenna in vierter Generation gelenkt. Bis zuletzt kam ihr Großvater Christian nahezu täglich in das gemeinsame Büro in Samois-sur-Seine (Region Île-de-France, ca. 60 km südlich von Paris). Zum Abschied heißt es von Seiten des Unternehmens: „Christian blieb seinem Unternehmen und den Mitarbeitenden, die dort über die Jahre hinweg tätig waren, bis zuletzt mit großer Leidenschaft verbunden und brachte bis in seine letzten Tage bemerkenswerte Energie und Begeisterung in seine Arbeit ein. […] Er war ein Mentor, ein Vorbild und mit seinem unerschöpflichen Wissensschatz eine Quelle der Inspiration. […] Die Spuren, die er hinterlässt, bleiben bestehen – in den Attraktionen, die er geschaffen hat, in den Fähigkeiten, die er vermittelt hat, und in den Erinnerungen all jener Menschen, deren Wege sich mit seinem gekreuzt haben.“

Die Freizeitindustrie trauert um einen Unternehmer, der mit kreativen Ideen und Mut seinen Lebensweg beschritt und der Branche als prägende Persönlichkeit in Erinnerung bleibt. ■

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