Bundeskabinett beschließt neue Nationale Tourismusstrategie
(eap) Das Bundeskabinett hat eine neue Nationale Tourismusstrategie beschlossen, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Tourismus- und Freizeitwirtschaft stärken soll. Besonders in den Blick genommen werden die Aspekte Bürokratierückbau, Mobilität, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung.
Laut Bundesregierung sei die Tourismus-Branche bereits heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Deutschland mit mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Deutschland sei nicht nur bei Reisenden aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ein beliebtes Reiseziel, sondern auch bei internationalen Geschäftsreisen nehme Deutschland mit einem Anteil von rund elf Prozent eine führende Rolle ein. Um diese Rolle weiter auszubauen, seien der Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmen, die Stärkung der Anbindung Deutschlands ins benachbarte Ausland sowie die Mobilität im Land und eine weitere Digitalisierung des Tourismus voranzutreiben.
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sepp Müller, erklärt: „Mit der Nationalen Tourismusstrategie setzen wir den entscheidenden Hebel an, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Reiseland nachhaltig zu stärken. Ein zentraler Erfolg der Strategie ist die geplante Modernisierung des Arbeitszeitrechts. Wir lösen die starre tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer flexibleren wöchentlichen Betrachtung ab. Zudem werden wir die Visaverfahren konsequent digitalisieren und vereinfachen. Der Tourismus ist ein unverzichtbarer Motor für unsere Wirtschaft. Mit einer Wertschöpfung von 3,7 Prozent und rund 2,7 Millionen Beschäftigten sichert die Branche Wohlstand im ganzen Land.“
Der Deutsche Tourismusverband (DTV) – der Dachverband der Tourismusorganisationen in Deutschland – sowie der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) begrüßen die Verabschiedung der Nationalen Tourismusstrategie. „Erstmals bekennt sich der Bund klar zu seiner koordinierenden Rolle. Auch die Tatsache, dass sich die Bundesregierung seit sehr langer Zeit im Kabinett grundsätzlich mit dem Tourismus beschäftigt, ist ein wichtiges Zeichen für die Relevanz der Branche in Deutschland“, lobt Reinhard Meyer, Präsident des DTV. „Wir begrüßen, dass die Strategie die Attraktivität der deutschen Reiseregionen vor allem durch eine leistungsfähige Infrastruktur verbessern will. Damit wird die Grundlage für eine nachhaltige Qualität der touristischen Angebote geschaffen“, so Meyer.
Jürgen Gevers, Geschäftsführer des VDFU, erklärt: „Dass die Bundesregierung bei der Neufassung der Nationalen Tourismusstrategie ausdrücklich auf den Dialog mit betroffenen Unternehmen setzt, ist ein wichtiges und vertrauensstiftendes Signal und kann maßgeblich zum Erfolg der Tourismusstrategie beitragen. Der VDFU versteht sich dabei als zentrale Schnittstelle zwischen politischer Zielsetzung und betrieblicher Umsetzung in der Freizeitwirtschaft.“ ■