Comcast verkündet Q3-Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres
Der neue Launch Coaster „Fast & Furious: Hollywood Drift“ zieht Besucher in die Universal Studios Hollywood.
© Foto: Alex Korting
(eap) Der US-amerikanische Medien- und Unterhaltungskonzern Comcast Corporation hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht, das am 30. September endete. Die Freizeitparksparte Universal Destinations & Experiences verzeichnete dabei einen Umsatzrückgang von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zwischen Juli und September erwirtschaftete das Unternehmen mit seinem Freizeitparkgeschäft weltweit knapp 2,6 Mrd. US-Dollar (ca. 2,29 Mrd. Euro). 2025 waren es 2,72 Mrd. USD (ca. 2,35 Mrd. Euro).
Den Umsatzrückgang im Parkgeschäft führt Comcast hauptsächlich auf geringere Einnahmen aus Parkeintritten zurück, die unter anderem aus Ticketrabattierungen resultierten. Gleichzeitig stiegen die operativen Kosten um 2,3 Prozent auf 1,82 Mrd. US-Dollar (ca. 1,62 Mrd. Euro). Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere höhere Betriebskosten der US-amerikanischen Freizeitparks, während geringere Betriebskosten an den internationalen Standorten den Anstieg teilweise ausglichen. Das bereinigte EBITDA sank infolgedessen um 17,1 Prozent von 940 Mio. auf 780 Mio. US-Dollar (ca. 696 Mio. Euro).
Trotz der rückläufigen Quartalszahlen zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich hinsichtlich der langfristigen Entwicklung des Freizeitparkgeschäfts. Brian L. Roberts und Mike Cavanagh, Co-CEOs der Comcast Corporation, betonten, dass sie von dem weiteren Wachstumspotenzial der Sparte überzeugt seien.
Über die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres betrachtet, verzeichnete das Freizeitparkgeschäft ein Umsatzwachstum von 5,7 Prozent auf rund 7,34 Mrd. US-Dollar (ca. 6,55 Mrd. Euro). Dieses führt Comcast hauptsächlich auf die Eröffnung des neuen Themenparks Universal Epic Universe in Orlando im Mai 2025 zurück. Rückläufige Einnahmen an den internationalen Standorten wirkten dem Wachstum teilweise entgegen. Das bereinigte EBITDA für den Neunmonatszeitraum sank um 2,8 Prozent auf 1,94 Mrd. US-Dollar (ca. 1,73 Mrd. Euro).
Im gesamten Geschäftsbereich „Content & Experiences“, zu dem neben den Themenparks auch das Medien- und Studiogeschäft gehört, stieg der Umsatz im dritten Quartal um 6,5 Prozent auf rund 10,54 Mrd. US-Dollar (ca. 9,4 Mrd. Euro). Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 29,3 Prozent auf 1,8 Mrd. US-Dollar (ca. 1,61 Mrd. Euro). Wesentlicher Wachstumstreiber war das Mediensegment, dessen Umsatzentwicklung unter anderem durch zusätzliche Werbeeinnahmen im Zusammenhang mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft begünstigt wurde.
Der Gesamtkonzern erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von rund 29,3 Mrd. US-Dollar (ca. 26,15 Mrd. Euro). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 6,1 Prozent. Auf vergleichbarer Pro-forma-Basis, die die Abspaltung von Versant und den Verkauf des deutschen Sky-Geschäfts berücksichtigt, ergibt sich hingegen ein leichtes Umsatzplus von 0,5 Prozent.
Zu den jüngsten Entwicklungen im Freizeitparkportfolio zählt die Eröffnung der Achterbahn „Fast & Furious: Hollywood Drift“ in den Universal Studios Hollywood. Die neue Highspeed-Outdoor-Achterbahn von Hersteller Intamin, die eine Höchstgeschwindigkeit von rund 117 km/h erreicht, ist nach Unternehmensangaben der schnellste Coaster im gesamten Freizeitparkportfolio von Universal. Lesen Sie unseren Artikel in der aktuellen EAP-Ausgabe Nr. 5/2026. ■