07.04.2026

Zoo Leipzig eröffnet neue begehbare Vogelwelten

Zoo Leipzig eröffnet neue begehbare Vogelwelten

Blaukehlaras in der Freiflugvoliere Amazonien.

(eap) Innerhalb von 16 Monaten sind im Zoo Leipzig mit „Amazonien“ und dem „Loriversum“ zwei neue, jeweils zehn Meter hohe Vogelwelten entstanden, die kürzlich feierlich eröffnet wurden. Rund 300 Loris und Sittiche, mehr als 30 Großpapageien sowie etwa 150 weitere Vögel nutzen die großzügigen Volieren mit ihren weitläufigen Flugräumen und zahlreichen Bäumen als neuen Lebensraum.

In der 830 Quadratmeter großen, dem südamerikanischen Regenwald nachempfundenen Amazonien-Voliere bilden Blaukehlaras die Leitvogelart. Zudem leben hier Grünflügelaras, Blaulatzsittiche, Schwarzohrpapageien, Jamaikaamazonen und Sonnensittiche. Das 540 Quadratmeter große Loriversum beherbergt Vogelarten aus Südost- und Ostasien. Hier übernehmen Forstenloris die Leitfunktion, ergänzt durch Blaukappenhäherlinge, Seram-Edelpapageien, Rosakopf-Fruchttauben und Rotbug-Krontauben.

Zoo Leipzig: Banddurchschneiden zur Eröffnung der neuen begehbaren Vogelwelten. Die neuen Vogelwelten wurden mit einem Banddurchschneiden feierlich eröffnet. © Zoo Leipzig Beide Volieren sind für Zoogäste begehbar und befinden sich im zentralen Zoobereich anstelle der ehemaligen Sittich-, Pinguin- und Bartaffenanlagen. Als Teil des Gesamtkonzepts „Zoo der Zukunft“ sollen sie künftig als verbindendes Element den Übergang zwischen den geplanten Asiatischen Inselwelten und der Erlebniswelt Südamerika schaffen. Die Baukosten werden mit 5,4 Mio. Euro beziffert.

„Ich bin mir absolut sicher: Unsere Gäste werden begeistert sein auf ihrem Rundgang durch die asiatischen und südamerikanischen Volieren und ein intensives Naturerlebnis wahrnehmen können, das von lebendigen Klängen, eindrucksvollen Flugmomenten und beeindruckenden Begegnungen geprägt sein wird. Wir möchten mit diesem faszinierenden Tiererlebnis eine Brücke zum Artenschutz schlagen und auf die dramatische Situation zahlreicher Vogelarten aufmerksam machen. Insofern war es eine bewusste und signalgebende Entscheidung, unserer Verantwortung nachzukommen und vom Aussterben bedrohte oder stark gefährdete Arten zu halten“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. ■

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