Neues Sumatra-Tiger-Habitat im Zoo Berlin eröffnet
Staatssekretär Dr. Severin Fischer (r.), Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem (l.) bei der Eröffnung | Foto: Zoo Berlin.
(eap) Im Zoo Berlin wurde kürzlich eine neue Tigeranlage eröffnet, die den beiden Sumatra-Tigern „Banyu“ und „Luise“ nun ein neues Zuhause bietet. Entstanden ist das neue Gehege gegenüber der bisherigen Tigeranlage im „Reich der Jäger“ auf dem Gelände der ehemaligen Stelzvogelwiesen. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Projekt nun abgeschlossen. Der neue Dschungel-Lebensraum umfasst zwei Außenanlagen mit Wasserbecken, Flusslauf, kleinem Wasserfall, beheizten Liegeflächen sowie Kratz- und Kletterbäumen – und bietet damit jede Menge Beschäftigungsmöglichkeiten für die Großkatzen.
Insgesamt beliefen sich die Investitionskosten auf rund 7,6 Mio. Euro, 3,7 Mio. Euro davon wurden vom Zoo finanziert. Das Land Berlin stellte 3,9 Mio. Euro über Mittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GWR) bereit. Ein rd. 2.500 Quadratmeter großes Netz aus mehr als 60 Kilometern Edelstahldraht überspannt die Anlage. An mehreren Stellen ermöglichen vier Zentimeter dicke Glasscheiben Einblicke in das Gehege.
Die ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra lebenden Tiger sind vom Aussterben bedroht – in der freien Wildbahn gibt es nur noch etwa 400 bis 600 Tiere dieser Art. „Gerade für hochbedrohte Arten wie den Sumatra-Tiger ist es entscheidend, dass zoologische Gärten sich weltweit vernetzen und Verantwortung übernehmen, für den von uns Menschen herbeigeführten Verlust der Biodiversität“, so Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Arten wie Wisent oder Przewalskipferd sind eindrucksvolle Beispiele dafür, wie visionärer Artenschutz funktioniert: Diese Arten wurden in menschlicher Obhut bewahrt, lange bevor absehbar war, wo Tiere sicher wieder im natürlichen Lebensraum ausgewildert werden können. Zoos sind damit ein unverzichtbarer Pfeiler beim Schutz der biologischen Vielfalt.“ ■