Freizeitindustrie trauert um Filmtechnikpionier Don Iwerks
(eap) Am 9. Juli ist der US-amerikanische Unernehmer und Disney-Legende Don Iwerks im Alter von 96 Jahren verstorben. Der am 24. Juli 1929 geborene Sohn des Trickfilmzeichners und ebenfalls zur Disney-Legende ernannten Ub Iwerks begann wie sein Vater eine Karriere bei Walt Disney Productions, der heutigen Walt Disney Company. Dort wirkte er an zahlreichen Filmproduktionen und technischen Entwicklungen mit.
Zu seinen beruflichen Erfolgen zählen unter anderem die Mitentwicklung der 360-Grad-Circle-Vision-Kamera, die erstmals bei der Eröffnung des kalifornischen Disneyland Park im Jahr 1955 in der Attraktion „Circarama, U.S.A.“ eingesetzt wurde, sowie der Bau und die Entwicklung innovativer Filmtechnik für die New Yorker Weltausstellung 1964 und 1965. Darüber hinaus war Iwerks an der technischen Umsetzung des 3D-Films und der Kinosaal-Effekte für „Captain EO“ sowie am Bau des Projektionssystems für die Attraktion „Star Tours“ beteiligt. Für seine Innovationen im Bereich großformatiger und simulierter Filmverfahren wurde Iwerks unter anderem mit dem Gordon E. Sawyer Award ausgezeichnet.
Nach seiner 35-jährigen Karriere bei Disney gründete Don Iwerks 1985 gemeinsam mit Stan Kinsey das Unternehmen Iwerks Entertainment, Inc. Der Hersteller von Großbildkinos und auf 3D-Projektion basierenden Themenparkattraktionen wurde 2002 von SimEx, Inc. übernommen und firmiert bis heute unter dem Namen SimEx-Iwerks. Damit genießt der Name Iwerks in der internationalen Freizeit- und Unterhaltungsindustrie weiterhin hohe Bekanntheit.
Don Iwerks hinterlässt seine Ehefrau Betty, seine Söhne John und Larry sowie seine Tochter Leslie Iwerks. Letztere ist Dokumentarfilmerin und widmet sich in ihrer Arbeit unter anderem dem Vermächtnis ihrer Familie und der Geschichte Disneys. Zuletzt erschien ihr Dokumentarfilm „Disneyland Handcrafted“ über den Bau des Disneyland Park in Anaheim. ■