06.08.2026

Herbert-Hoover-Museum öffnet nach umfassender Neugestaltung

Herbert-Hoover-Museum öffnet nach umfassender Neugestaltung

Die von Hollywood-Spezialeffektkünstler Rod Maxwell nach historischen Fotografien modellierten Büsten von Herbert und Lou Hoover dürfen von den Gästen ausdrücklich berührt werden.

(eap) Die Herbert Hoover Presidential Library and Museum in West Branch im US-amerikanischen Bundesstaat Iowa öffnet heute nach der umfangreichsten Renovierung ihrer Geschichte wieder ihre Türen für Besucher. Die Präsidentenbibliothek und das Museum widmen sich dem Leben und Wirken Herbert Clark Hoovers, des 31. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Einrichtung befindet sich auf dem Gelände der Herbert Hoover National Historic Site, die unter anderem Hoovers Geburtshaus, weitere historische beziehungsweise rekonstruierte Gebäude aus seinem Lebensumfeld sowie die Grabstätte von Hoover und seiner Frau Lou Henry Hoover umfasst. Die Herbert Hoover Presidential Library and Museum ist eine von 17 Präsidentenbibliotheken, die von der National Archives and Records Administration betrieben werden.

© 2026 Matthew Solari BRC Imagination Arts Bei der 20,3 Millionen US-Dollar (etwa 17,6 Mio. Euro) umfassenden Modernisierung handelt es sich um die erste seit 1992. Die Einrichtung wurde um rund 214 Quadratmeter erweitert – hinzugekommen sind unter anderem eine neue Eingangshalle, ein vergrößerter Museumsshop und eine flexibel nutzbare Ausstellungsfläche. Zudem wurde das Museum hinsichtlich Barrierefreiheit, Präsentation und Vermittlung auf moderne Standards gebracht. Für die Neukonzeption der Ausstellung und des Besuchererlebnisses zeichnet das im kalifornischen Burbank ansässige Unternehmen BRC Imagination Arts verantwortlich. Finanziert wurde das Projekt durch die Kapitalkampagne „Timeless Values | Modern Experience“ der Hoover Presidential Foundation.

Während das Museum zuvor eine einzige chronologische Geschichte erzählte, zeichnet es nun die parallelen Lebenswege von Präsident Hoover und First Lady Lou Henry Hoover gleichberechtigt nach – von ihrer Kindheit über ihre Ehe bis hin zu mehreren Jahrzehnten humanitärer Arbeit und öffentlichen Engagements. Damit ist die Einrichtung das erste US-Präsidentenmuseum, das eine First Lady als gleichberechtigte Hauptfigur neben ihrem Ehemann und nicht lediglich als unterstützende Person behandelt. Die neuen Ausstellungen ordnen zudem eine Präsidentschaft neu ein, die lange Zeit vor allem durch die Weltwirtschaftskrise definiert wurde. Im Mittelpunkt stehen nun unter anderem Hoovers humanitäres Vermächtnis sowie Leistungen, die größtenteils vor und nach seiner Amtszeit als Präsident erbracht wurden.

© 2026 Jonathan David Sabin „Dies ist das kleinste Präsidentenmuseum des Landes, und wir sind überzeugt, dass es nun eine der größten Geschichten erzählt“, sagte Mundi McCarty, Präsidentin und CEO der Hoover Presidential Foundation. „Unsere Gäste bei den Vorbesichtigungen sagen uns immer wieder, dass sie nicht nur etwas über Bert und Lou gelernt hätten, sondern das Gefühl hatten, Zeit mit ihnen verbracht zu haben. Genau das war von Anfang an unser Ziel. Die Hoovers widmeten ihr Leben dem Dienst an anderen Menschen, größtenteils ohne die Erwartung, dafür Anerkennung zu erhalten. Wenn Besucherinnen und Besucher das Museum verlassen und darüber nachdenken, wie sie sich auf ähnliche Weise in ihren eigenen Gemeinschaften engagieren könnten, dann hat sich all das gelohnt, was unsere Spender ermöglicht haben.“

„Herbert Hoover ist einer der am häufigsten missverstandenen Präsidenten der amerikanischen Geschichte, und die meisten Menschen betreten das Museum in der festen Überzeugung, seine Geschichte bereits zu kennen“, so Matthew Solari, Vice President of Story and Creative bei BRC Imagination Arts. „Hundert Jahre wissenschaftlicher Forschung zeichnen jedoch ein anderes Bild. Unsere Aufgabe bestand darin, den Menschen diese Forschung auf eine Weise näherzubringen, die sie nicht nur lesen, sondern auch emotional erfahren können. In diesem Museum gibt es keinen einzigen Touchscreen. Viele Institutionen vertrauen weder ihrer Geschichte noch ihrem Publikum ausreichend und greifen deshalb auf Technologie zurück, um dies auszugleichen. Meistens verdeckt diese Technologie jedoch genau das, was sie eigentlich vermitteln wollten. Manchmal besteht die radikalste Entscheidung darin, die Technik beiseitezulassen und den Menschen stattdessen die Möglichkeit zu geben, Zeit mit den Hoovers zu verbringen.“

© 2026 Jonathan David Sabin Der Leitgedanke „Lead an Uncommon Life: Serve, Lead, Make a Difference“ – „Führe ein außergewöhnliches Leben: Diene, übernimm Verantwortung und bewirke etwas“ – zieht sich durch das gesamte Museum. Er erreicht seinen Höhepunkt in der abschließenden Galerie „Uncommon Iowans“, in der die Besucher dazu eingeladen werden, selbst ein persönliches Versprechen für gesellschaftliches Engagement abzugeben. Die Galerie beherbergt außerdem ein fortlaufendes Auszeichnungsprogramm, das den öffentlichen Einsatz von Beschäftigten im Staatsdienst sowie Schülerinnen und Schülern aus Iowa würdigt. ■

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