Klimahaus Bremerhaven nun gemeinnützige Einrichtung
(eap) Seit dem 1. Januar 2026 wird das Klimahaus Bremerhaven – das seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 (vgl. EAP 6/2009) über sieben Millionen Besucher willkommen heißen konnte – als gemeinnützige GmbH (gGmbH) geführt. Mit der erweiterten Rechtsform unterstreicht die von der UNESCO ausgezeichnete Bildungseinrichtung ihren mit dem Betreiberwechsel 2024 eingeschlagenen gemeinwohlorientierten Kurs und richtet ihren Fokus klar auf Bildung, Klimawissen und öffentlichen Diskurs. Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern vollständig in Ausstellungen, Inhalte und Bildungsarbeit reinvestiert.
Ziel ist es, das Bewusstsein für Klimawandel und Extremwetter zu stärken, neue Ausstellungsformate zu entwickeln und Bildungsangebote auszubauen, erklärt Geschäftsführerin Ingrid Hayen. Gleichzeitig soll die Rolle des Klimahauses als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gefestigt werden, unter anderem durch intensivere Kooperationen mit wissenschaftlichen Instituten, Schulen und weiteren Bildungs- und Forschungspartnern. Als außerschulischer Lernort mit Fokus auf die globalen Nachhaltigkeitsziele ist die Wissens- und Erlebniswelt vor allem auch bei Schulklassen und Gruppen ein beliebtes Ausflugsziel.
Neben dem bestehenden Herzstück der Dauerausstellung – der „Weltreise“ entlang des achten Längengrades über fünf Kontinente – und den drei Erlebnisbereichen „Wetterextreme“, „Perspektiven“ und „World Future Lab“ hat die Einrichtung für 2026 auch vier neue Bildungsprogramme in petto. In „Wetterextreme – Vorhergesagt und vorgesorgt“ sollen Jugendliche (Klasse 7 bis 10) in kleinen, anschaulichen Versuchen untersuchen, wie sich Extremwetter auf Menschen auswirken. Das Programm „Ocean Mystery“ richtet sich an Jugendliche (ab Klasse 9) und Erwachsene, die in einer Gruppe konstruktive Ideen und konkrete Maßnahmen erarbeiten sollen, durch die bedrohte Reiseziele (Samoa und Tokelau) gerettet werden können. Kinder der ersten und zweiten Klasse sollen mit dem Programm „Weltreise für kleine Köche“ für gesunde Lebensmittel und Esskulturen anderer Länder und Regionen begeistert werden. In kleinen Gruppen wird gemeinsam gekocht. ■