Neue Salzbergbahn befördert Gäste zum Salzbergwerk Hallstatt
(eap) Die Marktgemeinde Hallstatt im österreichischen Salzkammergut ist für jahrtausendelangen Salzabbau bekannt, und in den Salzwelten im Hallstätter Hochtal können Gäste tiefer in diese Geschichte eintauchen. Ein Jahr lang waren die Salzwelten nun für umfassende Modernisierungsarbeiten geschlossen gewesen, um das Besucherangebot aufzufrischen. Die Maßnahmen umfassten auch den Abbau der bisherigen Standseilbahn sowie Installation der neuen, sich seit Kurzem in Betrieb befindenden „Salzbergbahn“.
Zwei Fahrgastkabinen mit Platz für jeweils 60 Passagiere befördern nun die Gäste aus dem Tal auf die Bergstation hinauf, wobei die Talstation im Zuge ihrer Neuerrichtung mit einem großzügigen Shop ausgestattet wurde. An der Bergstation laden das neue Bistro „Weitblick 7000“ und eine Aussichtsterrasse zum Verweilen ein, bevor der Weg weiter zu den Salzwelten führt.
© Foto: Salzwelten Hallstatt
Die neue Standseilbahn wurde in Zusammenarbeit mit der Doppelmayr-Gruppe realisiert. Ihre zwei Kabinen, die vom Doppelmayr-Unternehmen Carvatech gefertigt und passend zum Thema Salz als Salzkristalle gestaltet wurden, sind barrierefrei zugänglich. Bei einer Fahrzeit von 2,6 Minuten von der Talstation hinauf auf den Salzberg wird eine Strecke von knapp 600 Metern zurückgelegt; die Höhendifferenz beträgt 325 Meter. Durch großflächige Glasfronten bieten sich den Passagieren spektakuläre Panorama-Ausblicke auf die umgebende Bergwelt und den Hallstätter See.
Die Seilbahntechnik stammt vom Schweizer Spezialisten Garaventa, dem Kompetenzzentrum der Doppelmayr-Gruppe für Spezialseilbahnen. Die Talstation befindet sich auf einer Höhe von 515 Metern über dem Meeresspiegel, die Bergstation liegt auf 840 Metern Höhe. Die maximale Neigung der Standseilbahnstrecke wird mit 87,72 Prozent angegeben, wobei die Fahrgasträume dank einer automatischen Niveauregulierung während der gesamten Fahrt in waagerechter Position verbleiben.
Der Skywalk der Salzwelten Hallstatt bietet Panorama-Aussichten auf den Ort, den Hallstätter See und die umgebende Berglandschaft. © Foto: Salzwelten Hallstatt
Kurt Thomanek, Vorstand für Bergbau und Tourismus der Salinen Austria AG, ist stolz auf das nun abgeschlossene Projekt: „Hinter uns liegen – ohne die mehrjährige Vorbereitung – 362 Tage intensiver Arbeit unter außergewöhnlich anspruchsvollen Bedingungen. Uns war es wichtig, nicht nur eine neue Seilbahn zu bauen, sondern das gesamte Besuchererlebnis am Salzberg weiterzuentwickeln. Mit der neuen Salzbergbahn und den modernisierten Salzwelten schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die mehr als 7.000-jährige Salzgeschichte Hallstatts auch für kommende Generationen erlebbar bleibt.“
Damian Zenklusen, Projektleiter Verkauf bei Garaventa, kommentierte: „Die Realisierung der neuen Salzbergbahn war aufgrund der topografischen sowie geologischen Gegebenheiten ein sehr anspruchsvolles Projekt. Die Arbeiten auf engstem Raum erforderten eine intensive Planung und Flexibilität aller Beteiligten. Umso mehr freut es uns, dass wir gemeinsam mit den Salzwelten Hallstatt und allen Projektpartnern eine zukunftsfähige Lösung umsetzen konnten, welche den heutigen Anforderungen in Bezug auf Barrierefreiheit gerecht wird und den Gästen bereits auf dem Weg zum Bergwerk ein besonderes Erlebnis bietet.“
Rund 34 Millionen Euro sind insgesamt in das Modernisierungs- und Neubauprojekt geflossen, wie die Salzwelten kommunizieren. ■