Pierre et Vacances-Center Parcs: Umsatzplus vor geplanter Übernahme
(eap) Die französische Pierre et Vacances-Center Parcs-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025/26 ihren operativ ausgewiesenen Umsatz um 2,7 Prozent auf rund zwei Mrd. Euro (1,99 Mrd. Euro) gesteigert. Wie das Unternehmen vergangene Woche mitteilte, wuchs der Umsatz des Tourismusgeschäfts um 5,5 Prozent auf knapp 1,98 Mrd. Euro. Nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erreichte der Konzernumsatz 1,93 Mrd. Euro, ein Plus von 3,4 Prozent.
Die umsatzstärkste Sparte Center Parcs erzielte rund 1,21 Mrd. Euro und legte damit um 2,1 Prozent zu. Bei Pierre et Vacances stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf 418,4 Mio. Euro. Den größten prozentualen Zuwachs erzielte die Marke maeva&co mit einem Plus von 28,4 Prozent auf 103,6 Mio. Euro. Dazu trug die Übernahme der Franchise-Netzwerke Camping Paradis und Ushuaïa Villages bei. Bereinigt um diesen Effekt wuchs das Tourismusgeschäft der Gruppe um rund 4,9 Prozent.
Im Beherbergungsgeschäft stieg der Umsatz um 3,9 Prozent auf 1,49 Mrd. Euro. Die Gruppe verkaufte 3,1 Prozent mehr Übernachtungen, während die Durchschnittspreise um 0,8 Prozent zulegten. Höhere Mehrwertsteuersätze in den Niederlanden und Belgien bremsten den ausgewiesenen Preiszuwachs. Die durchschnittliche Auslastung verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 75,4 Prozent. Dagegen sank der Umsatz der nicht touristischen Aktivitäten der Gruppe um 70,6 Prozent auf 21 Mio. Euro. Dies sei auf den fortgesetzten Rückzug der Gruppe aus dem Immobiliengeschäft und nicht strategischen Geschäftsbereichen zurückzuführen.
„[…] Diese Leistung unter schwierigen Rahmenbedingungen verdeutlicht die Solidität unseres Geschäftsmodells und die Komplementarität unserer Marken“, erklärt CEO Franck Gervais. Die Qualität der operativen Umsetzung zeige sich auch in einer höheren Kundenzufriedenheit, so Gervais. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr erwartet die Gruppe weiterhin ein bereinigtes EBITDA von rund 185 Mio. Euro. Die vollständigen Jahresergebnisse sollen am 9. Dezember folgen. Auch zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026/27 zeichnet sich eine positive Entwicklung ab: Die bislang eingegangenen touristischen Buchungen für das erste Quartal liegen bei allen Marken über dem Vorjahresniveau, getragen von höheren Buchungsvolumina.
Parallel bereitet die Gruppe den geplanten Eigentümerwechsel vor: Im Juli unterzeichnete sie mit Mubadala Capital eine Übernahmevereinbarung. Aktionäre, die zusammen 80,13 Prozent des ausstehenden Kapitals halten, haben zugesagt, ihre Anteile im Rahmen des Angebots anzudienen. Am 29. September 2026 genehmigte die Hauptversammlung zudem die für die Transaktion vorgesehene Sonderausschüttung von 0,11 Euro je Aktie. Das Übernahmeangebot soll spätestens im ersten Quartal 2027 eingereicht werden. Den Abschluss erwarten die Beteiligten im ersten Halbjahr 2027, sofern die noch offenen Voraussetzungen – insbesondere die erforderlichen regulatorischen Genehmigungen – erfüllt werden. Gervais begrüßte die Aussicht auf einen neuen Eigentümer, der die nächste Wachstumsphase des Unternehmens begleiten soll. ■