Storytelling: Atelier Emocio bündelt Kompetenzen
Nicolas Feldkircher, owner & managing director of Atelier Emocio
© Gilles_Dervillez_Photographie // Atelier Emocio
(eap) Ein überzeugendes Storytelling ist für Themen- und Erlebnisparks, Zoos und andere Freizeiteinrichtungen längst kein gestalterisches Beiwerk mehr. Stattdessen bildet es den roten Faden, der Attraktionen, Shows und Umgebungen strategisch mit Gestaltung verknüpft, sodass Besucher in eine stimmige Erlebniswelt eintauchen können. Betreiber setzen narrative Konzepte gezielt ein, um Emotionen zu erzeugen, Identifikation zu fördern und Besucher an sich zu binden. Um Attraktionen und Themenwelten zu inszenieren, arbeiten daher viele Freizeitanlagen mit spezialisierten Partnern zusammen. Zu deren Expertise gehört es, Designkonzepte zu entwickeln und anschließend technisch präzise umzusetzen. Neben einer wachsenden Erwartungshaltung auf Seiten der Besucher sehen sich Betreiber zunehmend mit steigenden Kosten, zu erfüllenden Nachhaltigkeitsvorgaben und einer immer anspruchsvolleren Projektsteuerung konfrontiert. Auch diese Faktoren müssen Themendesignunternehmen berücksichtigen.
Vor diesem Hintergrund hat sich auch der französische Anbieter Atelier Emocio neu positioniert. Das Unternehmen bündelt seit 2025 die Kompetenzen dreier Branchenspezialisten: des Fassaden- und Kulissenbauers Atelier Artistique du Béton (AAB), des Design- und Produktionsstudios L’Usine à Cinq Pattes (vgl. EAP News 8.10.19) sowie der Marketingagentur Agence Emocio. Nicolas Feldkircher (Foto), seit zehn Jahren Inhaber und Geschäftsführer von AAB und heute verantwortlich für die Dachmarke, verweist auf die strategische Weiterentwicklung: „Die Übernahme von AAB war eine spannende Herausforderung: Es galt, das einzigartige Know-how der Bildhauer und Techniker zu bewahren und gleichzeitig unseren Ansatz zu modernisieren, um den steigenden Anforderungen an das Besuchererlebnis gerecht zu werden.“
Künftig wolle die Gruppe ihre Aktivitäten insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit (verwendete Materialien), digitale Fertigungstechnologien und internationale Projekte ausbauen, heißt es. Damit reagiere man auf veränderte Marktbedingungen, die auch für Betreiber zunehmend in den Fokus rückten. Aktuell ist das Unternehmen an der Umsetzung des neuen Themenbereichs „Naruto – Konoha Land“ im Parc Spirou beteiligt. ■