08.02.2024

„Einer von uns“: Freizeitunternehmer Roland Koch verstorben †

„Einer von uns“: Freizeitunternehmer Roland Koch verstorben †

(eap) Der deutsche Freizeitunternehmer und Schausteller Roland Koch verstarb am 6. Februar im Alter von 89 Jahren im Kreis seiner Familie in Österreich. Mit ihm verliert die internationale Vergnügungsindustrie einen geschätzten Kollegen, Freund und Pionier. Roland Koch, der 1958 die Geschäfte seines Vaters Georg übernahm, baute die Wurstpavillons und Gastronomiebetriebe immer weiter erfolgreich aus, bevor er 1981 den Staffelstab an die nächste Generation, seinen Sohn Thomas Koch, übergab, der die gastronomischen Schaustellerbetriebe weiterführt. Roland Koch besaß und betrieb Fahrgeschäfte und Restaurants in Freizeitparks und auf Jahrmärkten in ganz Deutschland, ebenso war er maßgeblich an der Entwicklung des Restaurants „Alt Berlin“ (heute „Unter den Linden“) im Phantasialand in Brühl beteiligt. Er war ein Mann, der immer offenen Auges durch die Branche ging und neue Ideen entwickelte. So hegte er auch eine besondere Passion für großformatige Filme und brachte nicht zuletzt das Format der 180°-Kinos nach Europa.

Roland Koch war ein langer und enger Freund auch der Familie Mack, Weggefährte auch von Franz Mack und der Waldkircher Firma Mack Rides. „Mit Roland zusammen haben wir die Welt bereist“, erinnert sich auch sein langjähriger Freund Kurt Mack-Even. „Er hatte immer ein Ziel vor Augen, wir hatten sehr viel Freude zusammen und so wie ich ihn kenne, bin ich sicher, er meldet sich, wenn ihm im Himmel langweilig wird. Möge er in Frieden ruhn!“, so Mack-Even.

Roland Koch engagierte sich jedoch zeitlebens auch in Branchenverbänden und füllte Ehrenämtern, um die globale Freizeitindustrie aktiv mitzugestalten und voranzubringen. Wieland Schwarzkopf, Präsident des Verbandes der deutschen Freizeit- und Vergnügungsanlagenhersteller (VDV) erinnert sich: „Roland war nicht nur ein enger, sondern auch väterlicher Freund für mich. Er war aber auch ein Botschafter der Branche. Wo er war, gingen überall die Türen auf. In den 1960ern war er einer der ersten, der viele Hersteller ins internationale Geschäft gebracht hat. Und seine legendären Wies’n-Parties werden wohl auch unvergessen bleiben“, so Schwarzkopf.

Roland Koch war ein großzügiger Mensch und Philanthrop, baute als solcher beispielsweise ein Waisenhaus in Afrika. Auch gegenüber Branchenkollegen und Freunden war Koch stets herzlich, gastfreundlich und immer eine helfende Hand. Es gehörte zu seinen größten Freuden, Menschen zusammenzubringen und sich mit ihnen auszutauschen. Für seine Dienste an der Freizeitindustrie wurde Koch u.a. mit dem IAAPA Lifetime Service Award ausgezeichnet. Die Branche trauert mit seiner Frau und seinen Kindern um einen besonderen Menschen, von dem sicher sehr viele sagen würden: Er war einer von uns! ■

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