21.04.2026

Ballon de Paris: Von der Touristenattraktion zum Forschungstool

Ballon de Paris: Von der Touristenattraktion zum Forschungstool

Photo: Courtesy of Aérophile

(eap) Seit 1999 schwebt der „GENERALI Ballon de Paris“ über dem Parc André Citroën am Seineufer im 15. Arrondissement von Paris. Ursprünglich sollte der Fesselballon in 150 Metern Höhe nur im Rahmen der Neujahrsfeierlichkeiten zur Jahrtausendwende bleiben. Aufgrund seines großen Erfolgs entwickelte er sich jedoch zu einer festen Touristenattraktion. Heute steigen jährlich mehr als 60.000 Besucher in die Gondel, um von dort aus den Panoramablick über Paris zu genießen. Hersteller ist das Pariser Unternehmen Aérophile, das 2023 sein 30-jähriges Bestehen feierte und seit seiner Gründung weltweit 120 Heliumballone (sowie „Aérobar“-Anlagen) in 40 Ländern installiert hat.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die 35 Meter hohe Anlage zusätzlich zu einem wissenschaftlichen Instrument. Seit 2013 misst der Ballon die Luftqualität in der französischen Hauptstadt, darunter Feinstaub, Ozon und Pollen. Abhängig von den Ergebnissen färbt sich seine Außenhülle – grün steht für gute, rot für schlechte Luftqualität. Die aktuellen Werte zeigt der Ballon zudem digital auf seiner Hülle an.

Seit 2024 misst er zudem in Echtzeit die wichtigsten Treibhausgase – darunter Methan, Kohlendioxid und Wasserdampf. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen trage der Ballon aktiv zur Erforschung des Klimawandels bei und mache zugleich auf Umweltprobleme im urbanen Raum aufmerksam. Der Versicherer Generali plant, künftig auf Basis der gewonnenen Daten ein personalisiertes Warnsystem für seine acht Millionen Kunden umzusetzen. ■

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