02.03.2026

Fusion besiegelt: Paramount übernimmt Warner Bros. Discovery

Fusion besiegelt: Paramount übernimmt Warner Bros. Discovery

(eap) Die Paramount Skydance Corporation (Paramount) und Warner Bros. Discovery (WBD) haben den Abschluss einer verbindlichen Fusionsvereinbarung bekannt gegeben. Demnach wird Paramount WBD übernehmen, nachdem der Streaming-Anbieter Netflix sein Angebot im laufenden Bieterprozess nicht weiter erhöht hatte. Durch den Zusammenschluss sollen neue Potenziale für plattformübergreifendes Storytelling entstehen – über Film- und Fernsehstudios ebenso wie über Streaming- und lineare Ausspielwege hinweg. Ziel sei es, das kombinierte Portfolio zu stärken und den Konsumenten ein erweitertes inhaltliches Angebot bereitzustellen.

Gemäß den Vereinbarungsbedingungen wird Paramount 100 Prozent von WBD für 31 US-Dollar je Aktie in bar erwerben, was für WBD einem Eigenkapitalwert von 81 Mrd. US-Dollar (rund 69 Mrd. Euro) und einem Unternehmenswert von 110 Mrd. US-Dollar (etwa 94 Mrd. Euro) entspricht. Die Transaktion wurde von den Vorständen beider Unternehmen einstimmig genehmigt und soll – vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich regulatorischer Genehmigungen sowie der Zustimmung der WBD-Aktionäre – im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Die Aktionärsabstimmung ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Sollte die Transaktion bis zum 30. September 2026 nicht abgeschlossen sein, erhalten die WBD-Aktionäre eine sogenannte „Ticking Fee“ in Höhe von 0,25 US-Dollar je Aktie für jedes Quartal (täglich berechnet) bis zum Abschluss der Transaktion.

David Ellison, Chairman und CEO von Paramount, erklärte: „Von Anfang an wurde unser Bestreben, Warner Bros. Discovery zu übernehmen, von einem klaren Ziel geleitet: das Erbe zweier ikonischer Unternehmen zu würdigen und zugleich unsere Vision vom Aufbau eines Medien- und Unterhaltungsunternehmens der nächsten Generation zu beschleunigen. Indem wir diese erstklassigen Studios, unsere komplementären Streaming-Plattformen und die außergewöhnlichen Talente dahinter zusammenführen, werden wir einen noch größeren Mehrwert für Zuschauer, Partner und Aktionäre schaffen – wir könnten kaum gespannter auf das Kommende sein.“

David Zaslav, President und CEO von Warner Bros. Discovery, betont: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das wir für die WBD-Aktionäre und die Unterhaltungsbranche erzielt haben. Unser Leitprinzip während dieses gesamten Prozesses war es, eine Transaktion zu sichern, die den Wert unserer ikonischen Vermögenswerte und unseres hundert Jahre alten Studios maximiert und zugleich unseren Investoren so viel Sicherheit wie möglich bietet. Wir freuen uns darauf, mit Paramount zusammenzuarbeiten, um diese historische Transaktion abzuschließen.“

Für die internationale Freizeit- und Erlebniswirtschaft dürfte die Transaktion insbesondere aufgrund der umfangreichen IP-Rechte von Bedeutung sein. Zum künftigen gemeinsamen Portfolio zählen unter anderem Franchises wie „Harry Potter“, „Mission: Impossible“, das „DC-Universum“, „Teenage Mutant Ninja Turtles“, „Transformers“, „Star Trek“ sowie „SpongeBob Schwammkopf“, die vielfach als erzählerische Grundlage für Attraktionen, Markenwelten und Entertainment-Formate dienen. ■

Lesen Sie auch

Anzeige