03.03.2026

ITB Berlin 2026: Tourismus-Trends & Branchen-Perspektiven

ITB Berlin 2026: Tourismus-Trends & Branchen-Perspektiven

(eap) In den Hallen der Messe Berlin startet heute die 60. Ausgabe der Internationalen Tourismusbörse (ITB), die sich seit ihrer ersten Durchführung im Jahr 1966 von einer kleinen Fachmesse zur heutigen globalen Branchenplattform entwickelt hat. Rund 6.000 Aussteller aus mehr als 160 Ländern präsentieren sich bis einschließlich Donnerstag (5. März) in verschiedenen Segmenten, darunter Adventure Travel, Technology, Business Travel, Cruises und Tourism Companies. Drei Tage lang haben Professionals somit Gelegenheit, sich miteinander zu vernetzen, um wirtschaftliche Perspektiven und strategische Zukunftsfragen zu erörtern. 

Eröffnung der ITB 2026 © Messe Berlin GmbH, 2026 In ihrem Jubiläumsjahr stehe die ITB für einen Tourismus, der die Schwerpunkte Wachstum, Innovation und Verantwortung gemeinsam denken möchte – und dabei globale Entwicklungen in den Dialog einbinde: „Die ITB Berlin ist seit 60 Jahren der Ort, an dem die internationale Reiseindustrie zusammenkommt, um Märkte zu verstehen, Trends einzuordnen und konkrete Geschäfte zu machen. […] Gerade in Zeiten globaler Herausforderungen braucht es Plattformen, die wirtschaftliche Stärke, Innovation und Verantwortung miteinander verbinden“, so Dr. Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.

Kreuzfahrten zählen ebenso zu den ITB-Ausstellungsbereichen wie Adventure Travel, Technologie und MICE-Reisen. © Messe Berlin GmbH, 2025 Neben großen Ausstellern wie Thailand, Ägypten, die Türkei und Italien, zahlreichen weiteren Länder- und Reisemarkt-Präsentationen sowie dem diesjährigen ITB-Gastland Angola treffen Fachbesucher auf spezialisierte Anbieter für nachhaltigen Tourismus, digitale Lösungen, Künstliche Intelligenz, neue Vertriebssysteme und Vermarktungsstrategien. Das Segment Travel Technology belegt über sechs Messehallen und stellt damit erneut einen Schwerpunkt der ITB dar: Es zeigt, wie datenbasierte Anwendungen, Automatisierung und Vernetzung die operative Realität des Tourismus verändern, indem bspw. Personalressourcen geschont, Angebote personalisiert und Prozesse optimiert werden.

Über aktuelle Reisetrends informiert u.a. der aktuelle „World Travel Monitor®“ der Tourismusberatung IPK International, demzufolge die weltweiten Auslandsreisen 2025 um vier Prozent zulegten und sich damit der positive Trend der Vorjahre fortsetzte. Regional zeigten sich dem Report zufolge deutliche Unterschiede: Während Europa mit einem Plus von vier Prozent im mittleren Wachstumsbereich lag und Asien mit fünf Prozent ebenfalls moderat zulegte, durfte sich Südamerika im letzten Jahr über ein Plus internationaler Reisender von elf Prozent freuen. Die Nachfrage nach Auslandsreisen nach Nordamerika sei hingegen leicht um ein Prozent gesunken. Dominierendes Segment waren erneut Urlaubsreisen, die knapp drei Viertel der globalen Reiseaktivitäten 2025 darstellten, darunter sowohl Strandurlaube und Städte-Trips als auch Rundreisen sowie ländliche Aufenthalte. Geschäfts- und MICE-Reisen haben laut Report um sechs bzw. acht Prozent zugelegt. Für 2026 werde eine stabile Nachfrage erwartet.

Akteure der europäischen Freizeit- und Vergnügungswirtschaft dürfen diese aktuellen Kennzahlen der Tourismusindustrie als Trendbarometer für das eigene Geschäft verstehen, wobei insbesondere die erwartete Marktstabilität in wirtschaftlich sowie geopolitisch herausfordernden Zeiten ein positives Signal darstellen dürfte. Wie der aktuelle EAP-Parkreport 2025/2026 informiert, stimmt die Mehrheit der Betreiber europäischer Freizeit- und Vergnügungsanlagen mit dieser Perspektive für die eigene Branche überein: Über 60 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen die freizeitwirtschaftliche Entwicklung 2026 neutral ein, mehr als ein Drittel ist hinsichtlich der kommenden Geschäftsmonate optimistisch (vgl. Parkreport in EAP 2/2026).

Im Hinblick auf die Themen, welche die Freizeit- und Tourismusindustrie aktuell gleichermaßen beschäftigen, seien u.a. datengetriebene Geschäftsmodelle, KI-Anwendungen und Nachhaltigkeit sowie Erlebnisgestaltung, Erholung (Stichwort: „Wellbeing“) und inklusive Angebote genannt. Spannende Impulse dazu gibt es auf der ITB beim begleitenden Kongress mit über 200 Sessions. Mehr über konkrete KI-Anwendungen und -Entwicklungen in der Freizeitindustrie können Sie hier in einem kostenlos verfügbaren EAP-Special lesen. ■

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