Prager Sommerrodelbahn präsentiert neuen Look und Coaster
Die modernisierte Sommerrodelbahn Bobová dráha Prosek in Prag bietet mit dem neuen „Alpine Coaster 2.0“ von Wiegand nun doppelten Fahrspaß.
© Foto: Bobová dráha Prosek
(eap) Seit 2003 gehört die Sommerrodelbahn Bobová dráha Prosek zum Freizeitangebot in der tschechischen Hauptstadt Prag. Nach mehr als 20 Jahren Betrieb wurde die Anlage nun umfassend modernisiert und erweitert. Neben der bestehenden Sommerrodelbahn entstand ein neuer „Alpine Coaster 2.0“ des deutschen Herstellers Wiegand, der bereits die ursprüngliche Bahn geliefert hatte. Ergänzt wird das Angebot durch eine neue Erlebnisgastronomie mit Streetfood-inspirierten Speisen, Aussichtsplattformen und einen Kinderspielplatz.
© Foto: Bobová dráha Prosek
Ein architektonischer Blickfang sind fünf ellipsoide Stahlkonstruktionen mit Aussichtsplattformen, die beide Bahnen miteinander verbinden. Entworfen wurden sie von Ondřej Fuchs vom Architekturbüro NOSCALE architects. Als Generalunternehmer war Lachman Styl für die Bauarbeiten verantwortlich, während Kers die Erd- und Ausbauarbeiten übernahm. Insgesamt flossen rund 100 Millionen Tschechische Kronen (etwa vier Millionen Euro) in die Erweiterung.
Mit der zweiten Bahn steigt die Kapazität der Anlage insgesamt auf 400 Personen pro Stunde. Der neue Alpine Coaster ist mit einer Streckenlänge von 650 Metern nahezu so lang wie die bestehende, 700 Meter lange Sommerrodelbahn. Letztere wurde bereits in den vergangenen Jahren modernisiert, wobei ihre ursprüngliche Holzkonstruktion durch eine Stahlkonstruktion ersetzt wurde. Auf beiden Bahnen erreichen die Bobs Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h, wobei die Fahrgäste ihr Tempo selbst regulieren können.
© Foto: Bobová dráha Prosek
Eine Besonderheit des neuen Alpine Coaster 2.0 ist seine computergestützte Betriebs- und Sicherheitstechnik. Jeder Bob wird beim Start elektronisch registriert. Rund 2.000 Magnete entlang der Strecke ermöglichen es dem System, die Position der Fahrzeuge präzise zu erfassen. Bei Bedarf greifen induktive Bremsen automatisch ein und reduzieren die Geschwindigkeit.
„Nach 22 Jahren Betrieb war es notwendig, die Anlage an die heutigen Anforderungen an Kapazität, Sicherheit und Abfertigungsgeschwindigkeit anzupassen. Dank der zwei Bahnen müssen Besucher jetzt nicht mehr lange auf eine Fahrt warten. Ich weiß außerdem, dass die Besucher nicht nur wegen einer Fahrt hierherkommen. Sie kommen mit Kindern oder Freunden, fahren und verweilen anschließend und schauen auf Prag. Deshalb wollten wir nicht nur die Bahn erneuern, sondern einen Ort schaffen, an dem man den ganzen Nachmittag verbringen kann, auch wenn man gerade nicht fährt“, erläutert Jan Kantor, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Bobovka s.r.o. ■