06.02.2026

Retailtainment: Auch Köln bekommt einen Build-A-Bear-Shop

Retailtainment: Auch Köln bekommt einen Build-A-Bear-Shop

Foto: Intersource und Build-A-Bear

(eap) Heute eröffnet in Köln ein weiterer Workshop der Marke Build-A-Bear auf dem deutschen Markt. Nach dem erfolgreichen Start der Ende 2025 in Berlin (Mall of Berlin) und Frankfurt (Einkaufszentrum MyZeil) eröffneten Shops folgten Ende Januar Standorte in Stuttgart und Sindelfingen. Mit dem neuen Laden in der Kölner Fußgängerzone solle sich das Erlebniskonzept nun auch in Nordrhein-Westfalen etablieren. Die 1997 in den USA gegründete Marke Build-A-Bear sei auf dem deutschen Markt zwar bekannt, hier jedoch seit 2019 nicht mehr vertreten gewesen. Nun soll das Retailtainment-Konzept auch hierzulande wieder dazu beitragen, den unter Druck geratenen stationären Einzelhandel zu stärken (lesen Sie auch unsere Story zum Thema in EAP 2/2020).  Christof Sauck, Country Manager Deutschland Foto: Intersource und Build-A-Bear

Im Fokus stehe dabei weniger der reine Warenkauf als vielmehr das gemeinsame emotionale Erlebnis, erklärt Christof Sauck, Country Manager in Deutschland.

Kern des Konzepts ist das interaktive Einkaufserlebnis, bei dem Kundinnen und Kunden ihren eigenen Teddybären gestalten, indem sie aktiv am Befüllen, Anziehen, Ausstatten und Benennen ihres personalisierten Stofftieres mitwirken. Besonders die „Herzzeremonie“ gelte laut Unternehmen als zentraler Erfolgsfaktor der Filialen. Ergänzend steht in Deutschland auch ein Online-Shop zur Verfügung.

Morten Geschwendtner, CEO and Founder of Intersource, the franchise partner of Build-A-Bear in Scandinavia & Germany. Foto: Intersource and Build-A-Bear „Wir verkaufen nicht nur Teddys. Wir verkaufen Erinnerungen. Viele unserer Kundinnen und Kunden sind Teenager und junge Erwachsene, die als Kind selbst einen Build-A-Bear bekommen haben. Sie kommen mit einem stark nostalgisch gefärbten Bezug zurück“, erklärt Morten Geschwendtner, CEO und Gründer von Intersource, dem Franchise-Partner für Build-A-Bear in Skandinavien und Deutschland. Er unterstreicht die generationenübergreifende Wirkung des Konzepts: „Die kleinen Kinder erleben etwas Neues, und die Teenager und jungen Erwachsenen erkennen etwas aus ihrer eigenen Kindheit, das ein Erlebnis erzeugt. Das Konzept wurde technologisch mit Geräuschen, Personalisierung und Accessoires überarbeitet, aber das Ausschlaggebende ist noch immer das Gefühl, sozusagen etwas Analoges zu kreieren.“

Vor dem Hintergrund eines zunehmend digitalen Alltags wolle man Kindern und Erwachsenen bewusst erlebnisorientierte, analoge Alternativen bieten. Denn wie auch eine Centeranalyse des EHI Retail Institute zeige, erzielten erlebnisbasierte Mieter eine bis zu 50 Prozent längere Aufenthaltsdauer als andere Geschäfte. Entsprechend sieht auch Geschwendtner in erlebnisorientierten Konzepten einen zentralen Erfolgsfaktor für den Handel: „[…] Im Einzelhandel der Zukunft geht es nicht um Quadratmeter voller Ware. Stattdessen geht es um Emotionen, Gefühle und Teilnahme. Wer das erschaffen kann, kann auch Kundenfrequenz erzeugen.“ ■

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