Tierpark Hagenbeck stellt neue Leopardenanlage und Nachwuchs vor
Neugierig erkunden die jungen Nordchinesischen Leoparden die neu gestaltete Anlage im Tierpark Hagenbeck.
© Foto: Carlotta Wallraff
(eap) Im Hamburger Tierpark Hagenbeck wurden vergangene Woche drei Jungtiere des Nordchinesischen Leoparden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die beiden Männchen und das Weibchen kamen bereits Anfang August zur Welt und erkundeten nun erstmals die neu gestaltete Leopardenanlage. Diese wurde in den vergangenen Jahren umfassend erweitert und stärker an die Bedürfnisse der Tiere angepasst. Neben zusätzlicher Fläche bietet das Gehege neue Kletter- und Versteckmöglichkeiten, die das natürliche Verhalten der Leoparden fördern sollen.
„Die neue Anlage ist großartig geworden. Wir haben nicht nur mehr Platz geschaffen, sondern eine Umgebung, in der sich die Tiere noch mehr ihrem natürlichen Verhalten entsprechend bewegen und beschäftigen können. Ein wichtiger Schritt in Richtung Tierwohl und ein schönes Zeichen für unser Engagement im Artenschutz“, erklärt Walter Wolters, Geschäftsführer des Tierparks.
Der Nachwuchs ist auch für den Artenschutz von besonderer Bedeutung: Als Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für den Nordchinesischen Leoparden trägt Hagenbeck eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser seltenen Unterart. Ziel des Programms ist es, durch gezielte Zucht in zoologischen Einrichtungen eine genetisch möglichst vielfältige und langfristig stabile Reservepopulation aufzubauen. Der Tierpark engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Erhaltungszucht der Nordchinesischen Leoparden. Die Erweiterung und Modernisierung der Anlage soll hierfür optimale Voraussetzungen schaffen.
Finanziert wurde das Projekt durch die Stiftung Hagenbeck. „Für die Stiftung Hagenbeck ist es ein großes Anliegen, den Tierpark Hagenbeck zu erhalten, bedrohte Arten zu schützen und sich für eine moderne Tierhaltung einzusetzen. Daher sind wir stolz darauf, durch Spenden und testamentarische Zuwendungen von Hagenbeck-Freunden die neue Leopardenanlage ermöglichen zu können“, betont Cord Crasselt, Vorstandsmitglied der Stiftung Hagenbeck. ■