29.04.2026

Zoo Frankfurt: Masterplan geht in die nächste Runde

Zoo Frankfurt: Masterplan geht in die nächste Runde

Zoo Masterplan: Serengeti-Außenanlage

(eap) Der Zoo Frankfurt treibt die Umsetzung seines Masterplans „Zookunft2030+“ weiter voran. In den kommenden Jahren sollen drei Großareale des zweitältesten Zoos Deutschlands umfassend neugestaltet werden. Den Anfang macht die Savannenlandschaft „Serengeti“. Anfang April wurden im Rahmen eines Vergabeverfahrens die Architekten und Fachplaner für den Bereich ausgewählt, die nun mit der Bauplanung beginnen.

Der Masterplan war bereits im September 2024 von Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt, und Zoodirektorin Dr. Christina Geiger vorgestellt worden (vgl. EAP-News v. 15.10.2024). In drei Phasen soll der Frankfurter Zoo modernisiert und für die Zukunft gerüstet werden. Bis 2039 sollen auf mehr als der Hälfte der Zoofläche ein afrikanisches Savannen- sowie ein Regenwald-Areal und eine große Anlage für Arten aus Südamerika entstehen. Die neugestalteten Tierhäuser und Außenanlagen sollen dabei einen engen inhaltlichen und gestalterischen Bezug zu den Projektgebieten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Afrika und Südamerika erhalten und so den Artenschutz im Zoo sowie in den Ursprungsländern der Zootiere verdeutlichen.

Den Zuschlag für die Objektplanung der Gebäude und Freianlagen erhielt dan pearlman Erlebnisarchitektur aus Berlin. Das auf Zooplanung spezialisierte Büro war bereits in einem vorhergehenden Verfahren mit der Erstellung des Masterplans beauftragt worden. Nun übernimmt es auch die Koordination des multidisziplinären Teams, zu dem Fachplaner u.a. für Brandschutz, Tragwerk sowie unterschiedliche technische Bereiche gehören. 

Ziel der angelaufenen Planungsphase ist die Erstellung einer Bau- und Finanzierungsvorlage für den ersten Bauabschnitt – die etwa 2,4 Hektar große Serengeti-Anlage, eine Landschaft für Tiere der afrikanischen Savanne von Giraffe bis Spitzmaulnashorn. Die Fertigstellung dieses ersten Bereichs ist für 2033 vorgesehen. In einer zweiten Phase soll die Lomami-Anlage folgen, die den tropischen Regenwald Afrikas thematisiert. Den Abschluss der Maßnahme bildet das „Manú“-Areal im Nordosten des Zoogeländes, in dem künftig Arten aus Südamerika zu sehen sein sollen. Der Zoobetrieb soll während sämtlicher Bauphasen weiterlaufen. ■

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