„Drachenhaus“: Die neue Tropenwelt im Kölner Zoo
(v.l.n.r.): Die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel (r.) und Christopher Landsberg (l.) freuen sich gemeinsam mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Robert Schallehn (m.) über die Eröffnung des neuen Drachenhauses.
© Kölner Zoo
(eap) Nachdem der Kölner Zoo erst im Juli seine umfassend sanierte Giraffenanlage wiedereröffnet hatte, folgte mit dem „Drachenhaus“ kürzlich die zweite neue Großanlage dieses Sommers. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern ist eine südostasiatische Tropenwelt entstanden, in der Besucher über Brücken, entlang von Wasserlandschaften und über verschlungene Pfade auf Expedition gehen. Dabei begegnen sie unter anderem Baumkängurus, Paradiesvögeln, Tigerpythons, Zwergottern und Balistaren sowie einer Vielzahl weiterer Tierarten aus Südostasien.
Das Highlight in der neuen Drachenhaus-Tropenwelt sind die Komodowarane. // Foto: Rolf Schlosser © Kölner Zoo
Im Mittelpunkt stehen zwei Komodowarane, die im Drachenhaus ein neues Zuhause gefunden haben. Nach Angaben des Kölner Zoos handelt es sich dabei um eine Premiere in Nordrhein-Westfalen. Deutschlandweit zählt der Kölner Zoo wohl neben dem Zoo Leipzig und dem Zoo Frankfurt zu den einzigen Einrichtungen, die die teils mehr als drei Meter langen Riesenechsen halten. Das Komodowaranen-Paar „Tessa“ und „Jiwa“ bewohnt ein rund 200 Quadratmeter großes Areal, das durch eine Glasscheibe vom Besucherbereich getrennt ist.
Die Riesenechsen können mehr als drei Meter lang werden. // Foto: Rolf Schlosser © Kölner Zoo
Für die neue Tropen-Erlebniswelt investierte der Zoo Köln 9,8 Mio. Euro. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit entstand sie in dem Gebäude, wo früher das „Regenwaldhaus“ untergebracht war, welches 2022 einem Brand zum Opfer fiel und infolgedessen saniert werden musste. Auch hinter den Kulissen wurde das Gebäude neu aufgestellt. Dort entstanden eine Nachzuchtstation für vom Aussterben bedrohte asiatische Singvögel sowie Räume für die Zoobibliothek und für Lehr- und Universitätskurse. Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg, Vorstände des Kölner Zoos, erklären: „Wir sind sehr froh, an dieser Stelle auf so großem Raum so viele neue Highlights bieten zu können. Das Drachenhaus ist mit seinem Facettenreichtum eines der interessantesten Erlebnisangebote bei uns.“
Seit Juli verfügt die AG Zoologischer Garten Köln zudem über einen neu zusammengesetzten, neunköpfigen Aufsichtsrat. Zum Vorsitzenden wurde der Diplom-Biologe Robert Schallehn (Grüne) gewählt. Auch er hebt mit Blick auf das neue Drachenhaus dessen Bedeutung für die Ausrichtung des Zoos hervor: „Das Haus ist ein Symbol für das, wofür moderne, wissenschaftlich geführte Zoos heute stehen: Es bietet spannende, hautnahe Tiererlebnisse, die die Menschen packen und schlauer machen. Backstage ist darüber hinaus zusätzlicher Raum für die so wichtigen Aktivitäten des Zoos für Artenschutz und Lehre entstanden – und das alles auf Basis moderner Umwelttechnik. […]“. ■