Direktor des Deutschen Fußballmuseums erhält Ehrendoktorwürde
Manuel Neukirchner erhält die Ehrendoktorwürde der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal.
© Foto: Deutsches Fußballmuseum
(eap) Der Direktor des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund, Manuel Neukirchner (Foto), wird am 2. November an der Bergischen Universität Wuppertal mit der Ehrendoktorwürde der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet: für seine Leistung, die kulturellen Dimensionen des Fußballs wissenschaftlich fundiert zu erschließen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Neukirchner studierte an der Bergischen Universität Allgemeine Literaturwissenschaft, Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Geschichte. Nach seiner Tätigkeit als Print- und Hörfunkjournalist arbeitete er beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und verantwortete von 2009 bis 2015 als Gründungsdirektor den Aufbau des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund, das er seit der Eröffnung im Jahr 2015 leitet.
„Das Museum hat sich zu einem Ort entwickelt, der Fußball nicht allein sportgeschichtlich präsentiert, sondern als gesellschaftliches und kulturelles Phänomen beleuchtet: Mit vielbeachteten Ausstellungen, Publikationen und interdisziplinären Projekten verbindet Neukirchner historische Forschung, Literatur, Kunst und öffentliche Bildungsarbeit“, heißt es von Seiten der Bergischen Universität. Dr. Matías Martínez, Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Initiator der Auszeichnung, ergänzte: „Die Ehrendoktorwürde würdigt Neukirchners besondere Verdienste um die Kulturgeschichte des Fußballs und seinen Beitrag dazu, geistes- und kulturwissenschaftliche Perspektiven in die gesellschaftliche Öffentlichkeit zu tragen.“
© Foto: Deutsches Fußballmuseum
Das Deutsche Fußballmuseum ist mit jährlich mehr als 200.000 Besucherinnen und Besuchern eine der meistfrequentierten Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2025 hatte das Museum erstmals die Marke von 300.000 Besuchenden übertroffen. Der Anteil von Gästen aus Einzugsgebieten außerhalb von NRW liegt bei über 40 Prozent, mehr als zehn Prozent davon kommen aus dem Ausland nach Dortmund, wie das Museum angibt.
Zu den jüngsten Neuerungen im Deutschen Fußballmuseum zählt eine KI-basierte Installation, die das erste Tor der Bundesliga-Geschichte, von dem weder Foto- noch Filmaufnahmen existieren, realitätsnah rekonstruiert und so eine der bedeutendsten Szenen der deutschen Fußballgeschichte erstmals visuell erfahrbar macht. ■