HKS Systeme: Vollständige Eingliederung der entervo-access GmbH
Lutz Klusekemper (l.), Geschäftsführer der HKS Systeme GmbH, und Vertriebsleiter Rouven Bartels verkünden die Eingliederung von entervo-access in die Unternehmensstrukturen.
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(eap) Die im ostwestfälischen Paderborn ansässige HKS Systeme GmbH, die auf Kassen- und Zutrittslösungen für Bäder sowie weitere Anwendungsfelder spezialisiert ist, hat ihre im Frühjahr 2019 gemeinsam mit Scheidt & Bachmann ausgegründete Tochtergesellschaft entervo-access vollständig in ihre Unternehmensstrukturen eingegliedert. Der entsprechende Handelsregistereintrag ist bereits erfolgt. „Wir wollen das SAP der Freizeitbranche werden“, verkündet HKS-Geschäftsführer Lutz Klusekemper die Zusammenlegung mit einem Augenzwinkern.
Die im nordrhein-westfälischen Willich angesiedelte entervo-access GmbH hat sich seit ihrer Gründung rasch zu einem etablierten Kassensoftware- und Zutrittsspezialisten speziell für Freizeitanlagen wie Themenparks und Zoos entwickelt. Durch die vollständige Eingliederung von entervo-access in die HKS Systeme GmbH, zu deren Unternehmensgruppe auch der Automatenspezialist Fischer Electronics gehört, wird der Marktauftritt von HKS und entervo-access fortan unter dem Dach der Muttergesellschaft vereinheitlicht. Ab sofort sollen sämtliche Lösungen – von der benötigten Hardware für Zahlungs- und Zutrittssysteme über Software-Lösungen bis hin zu Dienst- und Serviceleistungen direkt vor Ort – „aus einer Hand“, nämlich von HKS angeboten werden. Auf diese Weise werden sowohl interne Prozesse als auch die Betreuung von Geschäftspartnern weiter optimiert.
Über vereinheitlichte Unternehmensstrukturen hinaus dürfen sich Kunden auch über neue Software-Entwicklungen freuen. Zu diesen zählt u. a. das neue, eigene Zahlungsmodul „HKS Pay“, das in Zusammenarbeit mit der in den Niederlanden ansässigen Zahlungsplattform Adyen entwickelt wurde. Die Lösung befindet sich seit Ende 2025 im Live-Betrieb und die Kunden seien sehr zufrieden, wie Klusekemper erläutert: „Der Vorteil dieser Lösung ist, dass sämtliche Bezahlprozesse – sowohl Zahlungen als auch Rückbuchungen – an einem Ort gebündelt sichtbar sind. Das schafft Transparenz und reduziert auch die Anzahl beteiligter Organisationen, denn statt Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder anderer Paymentprovider gibt es bei uns nur noch die HKS als zentralen Ansprechpartner.“
Ein weiterer Schwerpunkt in der Produktentwicklung liege auf KI-basierten Software-Tools, wie Vertriebsleiter Rouven Bartels fortführt: „In der Bäderbranche, aber auch in anderen Freizeitanlagen, ob kommunal oder privat geführt, gibt es noch viel ungenutztes Potential im Hinblick auf die Digitalisierung und Optimierung von Prozessen. Wir arbeiten aktuell daran, unsere Dynamic Pricing-Lösung um ein ebenfalls KI-basiertes Prognose-Tool zu erweitern, das sich aktuell ebenfalls sehr erfolgreich in der Testphase befindet. Auf Basis empirischer Daten, Wetterprognosen, saisonaler Schwankungen etc. lässt sich die Nachfrage nach Besuchstickets für eine Freizeitanlage bereits sehr gut prognostizieren. Darüber hinaus können die Betriebe ihre eigenen Parameter setzen, die auf Erfahrung und konkreten Kenntnissen ihrer Anlage beruhen. Die Genauigkeit der durch unser KI-Modell berechneten Nachfrageprognose liegt im Vergleich zu den tatsächlichen Besucherzahlen bei rund 97 bis 98 Prozent. So kann ein Freizeitbetrieb den Einsatz von Personal- und anderen Ressourcen zuverlässig planen und mittels entsprechender Preisgestaltung die Auslastung bestmöglich steuern“, erklärt Bartels.
Passend zur Eingliederung von entervo-access ist HKS auch an seiner Zentrale in Paderborn räumlich gewachsen. Da das 1.600 Quadratmeter große Bürogebäude nicht mehr ausreichend Platz bot, mietete das Unternehmen zusätzliche Flächen im gegenüberliegenden Gebäude an. Dort entstanden unter anderem neue Büroräume. Insgesamt beschäftigt die HKS-Gruppe – zusammen mit den Standorten in Willich und Fischer Electronics im baden-württembergischen Schwenningen – 143 Mitarbeitende. Das Ziel für die Zukunft sei klar: „Wir wollen dem Markt zeigen, was systemtechnisch alles möglich ist“, blickt Klusekemper zuversichtlich nach vorn. ■