Moskaubad feiert 100-jähriges Bestehen
Das Osnabrücker Moskaubad kann auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken.
© Stadtwerke Osnabrück
(eap) Das Moskaubad im Osnabrücker Stadtteil Wüste feiert heute sein 100-jähriges Bestehen. Am 7. August 1926 wurde das Freibad trotz strömenden Regens feierlich eröffnet – der Beginn einer Geschichte, in deren Verlauf sich die Anlage immer wieder verändert und den Bedürfnissen ihrer Besucher angepasst hat. Über Generationen hinweg haben Millionen Menschen hier schwimmen gelernt, Sommertage mit Familie und Freunden verbracht oder einfach Erholung vom Alltag gesucht.
Über die Jahrzehnte hat sich das Bad immer wieder verändert und zugleich seine Bedeutung gewahrt. © Stadtwerke Osnabrück
Bereits in den 1930er Jahren standen erste größere bauliche Änderungen an. Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 wurde das ursprünglich 100 Meter lange Becken in drei kleinere Wettkampfbecken unterteilt. Außerdem wurde das Moskaubad in der Zeit des Nationalsozialismus in „Neustädter Freibad“ umbenannt. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren: Trotz schwerer Beschädigungen gelang es nach Kriegsende unter britischer Verwaltung, die Anlage wieder instand zu setzen und bereits 1946 erneut für Besucher zu öffnen. In den 1950er Jahren übernahmen schließlich die Stadtwerke die Verantwortung für den Betrieb. Als das Bad 1976 sein 50-jähriges Bestehen feierte, waren bereits mehr als sechs Millionen Menschen gekommen.
Auch in den folgenden Jahrzehnten wurde kontinuierlich in das Freizeit- und Badeangebot investiert. In den 1980er Jahren kam eine 83 Meter lange Wasserrutsche hinzu, bevor in den 1990er Jahren eine umfassende Sanierung und Neugestaltung folgte, die das Erscheinungsbild und Angebot des Moskaubads grundlegend veränderte. Neben einem Wellenbecken, einer Regengrotte und neuen Rutschen entstand eine Schwimmhalle mit Variobecken, die 1998 eröffnet wurde und aus dem klassischen Freibad eine ganzjährig nutzbare Badeanlage machte. Im Zuge dieser Modernisierung erhielt das Bad zugleich seinen ursprünglichen Namen zurück.
Mit „Snake-Jump“ wurde das Sprungbecken 2020 um eine besondere Attraktion erweitert. © Stadtwerke Osnabrück
In jüngerer Vergangenheit wurde das Angebot insbesondere für Familien weiter ausgebaut: 2016 eröffnete mit dem „Dschungel“ ein Kletter- und Seilparcours, vier Jahre später folgte die Wasserrutsche „Snake Jump“. Damit knüpft das Moskaubad bis heute an seine lange Tradition als Freizeit- und Begegnungsort an, entwickelt sein Angebot jedoch zugleich kontinuierlich weiter.
Während heute bereits gemeinsam mit den Frühschwimmerinnen und -schwimmern auf das Jubiläum angestoßen wird, steht morgen ein großes Familienfest auf dem Programm. Besucher erwarten unter anderem ein Wasser-Parcours von Wibit, verschiedene Sportangebote und zahlreiche Mitmachaktionen. „Seit 1926 ist das Moskaubad ein Ort für Bewegung, Begegnung und Erholung. Generationen von Osnabrückerinnen und Osnabrückern haben hier schwimmen gelernt, Freundschaften geschlossen und unzählige Sommerstunden verbracht. Dieses Jubiläum möchten wir gemeinsam mit den Menschen feiern, die das Moskaubad seit Jahrzehnten begleiten und mit Leben füllen“, betont Stadtwerke Osnabrück-Bäderchef Torsten Krier. ■