Neue Themenwelt Feuerland im Zoo Leipzig eröffnet
Mit der Eröffnung von „Feuerland“ konnte der Zoo Leipzig ein weiteres Masterplanprojekt abschließen. 2028 soll die Umsetzung des Masterplans vollständig fertiggestellt sein.
© © Zoo Leipzig
(eap) Gestern wurde im Zoo Leipzig die neue Küsten- und Meereswelt „Feuerland“ offiziell eröffnet. Die rund 10.000 Quadratmeter große Erlebniswelt nimmt die Besucher mit an die Pazifikküste Südamerikas und bietet über 50 Humboldtpinguinen, Robben und Seevögeln ein neues Zuhause. Das Millionenprojekt war im Mai 2021 gestartet.
Zoodirektor Prof. Jörg Junhold freut sich über die Eröffnung von Feuerland. © Foto: Zoo Leipzig
Mehr als 5,5 Mio. Liter Wasser füllen die naturnah gestaltete Anlage. Eine Wellenanlage bringt Bewegung ins Wasser, während Strandbereiche mit schroffen Felsen den Tieren Rückzugs- und Ruheplätze bieten. „Bei der Gestaltung unseres Feuerlandes haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Tiere gelegt und für die Besucher einzigartige Perspektiven für die Tierbeobachtung geschaffen“, sagte Zoodirektor Prof. Jörg Junhold bei der feierlichen Eröffnung.
Besucherhighlight des neuen Bereiches ist der mehr als 100 Meter lange Unterwassertunnel, der nach Angaben des Zoos zu den längsten seiner Art in Europa zählt. Er führt durch die Becken der Robben und Pinguine und ermöglicht es den Gästen, die Tiere unter Wasser zu beobachten. Ein zwölf Meter langer Acrylglas-Abschnitt gewährt den Gästen sogar 360-Grad-Einblicke. Zur Anlage gehören ebenfalls ein Tide-Pool als Lernschwimmbecken für Jungtiere, Sprungfelsen sowie eine Felsentribüne, von der aus sich kommentierte und medizinische Trainings der Kalifornischen Seelöwen verfolgen lassen. Eine große LED-Wand zeigt dabei Nahaufnahmen des Trainings.
© Foto: Zoo Leipzig
Auch Christoph Schwitzer, Präsident der European Association of Zoos and Aquariums (EAZA), würdigte das Projekt bei der Eröffnung: „Leipzig setzt Maßstäbe. Feuerland ist mehr als eine neue Tieranlage – es ist ein Symbol, was moderne Zoos sein können und leisten müssen. Hier sieht man, wie Tierwohl, Besucherbedürfnisse, Bildung und Artenschutz Hand in Hand gehen.“ Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bezeichnete Feuerland als „phänomenale Erfolgsgeschichte“ für die Stadt. Architekt Peter Rasbach beschreibt die neue Erlebniswelt als einen Prozess, bei dem der Lebensraum im Mittelpunkt steht und das Bauwerk selbst zunehmend in den Hintergrund tritt.
Parallel zur Eröffnung von Feuerland hat der Zoo Leipzig auch sein Artenschutzengagement in Südamerika ausgebaut. Der Schwerpunkt liegt im chilenischen Patagonien, wo der Zoo sich gemeinsam mit Partnern für den Erhalt gemäßigter Regenwälder, von Feuchtgebieten und der Pazifikküste einsetzt. Im Fokus stehen dabei drei hochbedrohte Tierarten: der Darwin-Nasenfrosch, der südliche Flussotter und der Humboldtpinguin. Letzterer gilt als Botschafter der neuen Feuerland-Erlebniswelt. In dieser sorgen digitale Lernstationen für ein zeitgemäßes Wissensvermittlungsangebot, das über die Lebensräume der Tiere und die Herausforderungen des Artenschutzes informiert. Im Jahr 2025 verzeichnete der Zoo Leipzig insgesamt 1,66 Mio. Gäste. ■