Disney meldet Rekordquartal für Experiences-Sparte
Die Disney Experiences-Sparte, zu der u. a. die Parks, Resorts und Kreuzfahrtaktivitäten des Konzerns zählen, erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Rekordergebnis.
© Disney
(eap) The Walt Disney Company hat gestern ihre Finanzergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgestellt. Insgesamt stieg der Umsatz des Konzerns, der seit Mitte März dieses Jahres vom neuen CEO Josh D’Amaro geleitet wird, im Vergleich zum Vorjahresquartal um sieben Prozent auf 25,2 Mrd. US-Dollar. Das gesamte operative Ergebnis legte um vier Prozent auf 4,6 Mrd. US-Dollar zu. Besonders positiv entwickelte sich dabei auch die Geschäftssparte Disney Experiences, die seit Kurzem unter der Leitung von Thomas Mazloum steht und zu der u. a. die Disney-Parks, -Resorts und -Kreuzfahrten zählen. Sie erzielte laut Disney mit 9,487 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie einem Betriebsergebnis von 2,615 Mrd. US-Dollar jeweils neue Rekordsätze für ein zweites Geschäftsquartal. Gegenüber Q2 2025 entsprechen diese einem Plus von sieben bzw. fünf Prozent.
Die „World of Frozen“ im Disneyland Paris ist Disneys jüngstes Beispiel dafür, wie sich das geistige Eigentum eines Franchises in reale Erlebnisse umsetzen lässt, die die Bindung der Fans stärken und attraktive wirtschaftliche Erträge generieren. © Disney
Zurückzuführen sei das Wachstum u. a. auf höhere Pro-Kopf-Ausgaben in den Parks, insbesondere bei Eintrittsgeldern, Gastronomie und Merchandise, sowie mehr Kreuzfahrtaufenthalte im Zuge der Flottenerweiterung. Zugleich hätten Vorlaufkosten für die Disney Adventure und das neue „World of Frozen“-Areal im Disneyland Paris das Ergebniswachstum um rund zwei Prozentpunkte belastet. Die langfristige Strategie des Konzerns baue weiterhin auf mehreren zentralen Säulen auf: Investitionen in Intellectual Property (IPs) und Kreativität, eine größere globale Reichweite sowie den Einsatz fortschrittlicher Technologien, um Storytelling, Monetarisierung und operative Abläufe weiterzuentwickeln.
Im Bereich Disney Experiences zeige sich dieser Ansatz insbesondere in der Überführung bekannter IPs in physische Erlebniswelten. So sei der 2023 eröffnete „Zootopia“-Themenbereich im Shanghai Disneyland weiterhin ein wichtiger Besuchermagnet. Auch das kürzlich eröffnete World of Frozen-Areal im Disneyland Paris – lesen Sie dazu auch unseren Eröffnungsbericht in EAP 3/2026 – stehe beispielhaft für diese Strategie.
Die neue Disney Adventure bedient von Singapur aus den asiatischen Kreuzfahrtmarkt. © Disney
Parallel arbeite Disney daran, das internationale Wachstum seiner Experiences-Sparte weiter voranzutreiben. Zu dieser zählt im Bereich der Kreuzfahrten u. a. die Disney Adventure, die künftig von Singapur aus den asiatischen Markt bedienen wird. In den kommenden Jahren soll zudem ein weiteres Kreuzfahrtschiff in Japan folgen. Auch das geplante erste Disney-Themenparkresort in Abu Dhabi bleibe Teil der Expansionsstrategie. Die strategische Logik hinter dem Projekt sei laut Konzern unverändert. Sowohl in Japan als auch in Abu Dhabi setzt Disney auf Kooperationen mit etablierten lokalen Partnern.
Fortschrittlichen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) misst Disney eine wichtige Rolle bei – auch im Bereich Gästeerlebnisse. Frühere geplante Investition in das Softwareunternehmen OpenAI verfolge Disney nach der Einstellung der Video-KI „Sora“ durch OpenAI nicht weiter. Potenzielle geschäftliche Möglichkeiten mit OpenAI und anderen Partnern würden jedoch weiterhin geprüft. ■